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Radevormwald
Fachwerkhaus in Feckinghausen brennt

Großbrand nach Blitzeinschlag in Feckinghausen
Großbrand nach Blitzeinschlag in Feckinghausen FOTO: wos
Radevormwald. Abgebrannt vom Dach bis zum Obergeschoss ist gestern ein Fachwerkhaus in Feckinghausen. Als Brandursache wird ein Blitzeinschlag vermutet. Die Freiwillige Feuerwehr musste von einem Teich mehrere Löschwasserleitungen legen. Von Wolfgang Scholl

Dichter Qualm war gestern gegen 11 Uhr östlich der B 483 in einem Tal zu sehen. Um 10.45 Uhr war der Feuerwehr ein Brand aus der Ortschaft Feckinghausen gemeldet worden. Sie liegt etwa einen Kilometer von der Bundesstraße entfernt in einer kleinen Senke. "Als ich in Feckinghausen ankam, stand der Wohnbereich des alten Fachwerkhauses im ersten Obergeschoss bereits in Flammen", berichtete Feuerwehrleiter Wilfried Fischer. Zwei Trupps, die sofort nach dem Eintreffen unter Atemschutz bis zum Obergeschoss in das Haus gegangen waren, mussten zurückgezogen werden, weil Balken oder Deckenteile vom Feuer erfasst waren und einzustürzen drohten. "Wir hatten von Nachbarn erfahren, dass in dem Haus keiner wohnt, weil die Familie in Urlaub weilt", sagte Fischer.

Von einem Löschteich unterhalb des Hauses musste die Feuerwehr des Löschzuges III mit den Löschgruppen aus Hahnenberg, Wellringrade, Landwehr, Borbeck und Önkfeld (70 Kräfte) mehrere Löschwasserzuflüsse legen. Mitarbeiter des RWE schalteten zeitweilig den Strom für die ganze Ortschaft ab. Mit Hilfe der Drehleiter der Einheit Stadt versuchten die Kräfte vergeblich, das Feuer von oben einzudämmen. Es gelang, lediglich zu verhindern, dass der Brand auch das Erdgeschoss zerstörte. Dort ist aber ein großer Wasserschaden. Erfolgreich waren die Feuerwehrleute, in dem sie ein Übergreifen der Flammen auf ein Nachhaus, ebenfalls ein altes Fachwerkhaus und früheres Bauernhaus, verhinderten. Der Abstand war zum Glück ausreichend, außerdem half der Wind der Feuerwehr.

"Das Feuer hat sich sehr schnell seinen Weg durch den oberen Teil des Hauses gebahnt. Es ist sehr stark zerstört", sagte Fischer. "Das Haus war scheinbar vor einiger Zeit renoviert worden und sehr gut isoliert. Dadurch hatten wir keine Chance, schnell an das Feuer heranzukommen und es oben einzudämmen", sagte der Wehrführer.

Da für die Nachlöscharbeiten (drei C-Rohre), die bis in den Abend hinein dauerten, sehr viel Wasser gebraucht wurde, hat die Rader Wehr vorsorglich einen mobilen Löschwasserbehälter aus Marienheide angefordert, der 20 Kubikmeter Wasser fasst. Mit Hilfe von Landwirten wurde der Wechsellader später mit Löschwasser befüllt. "Bei dem Brand ist zum Glück keiner unserer Feuerwehrleute verletzt worden. Da der Rader Rettungswagen zum Zeitpunkt des Alarms im Einsatz war, sicherte zuerst ein Wagen aus dem Märkischen Kreis die Brandstelle, später übernahm dies eine Fahrzeugbesatzung des Deutschen Roten Kreuzes aus Wipperfürth", berichtete Fischer.

Zur Unglücksursache konnte der Wehrführer noch keine Aussage tätigen. Vermutet wird aber ein Blitzeinschlag, da zu diesem Zeitpunkt ein weiteres Gewitter über den Osten der Stadt niederging, nachdem bereits am frühen und späteren Morgen zwei Gewitter über der Stadt niedergegangen waren. Die Kraft war so stark, dass das Feuer von der Außenfassade auf dem Boden bis zur Haustüre lief.

Pferde, die auf Wiese nahe des Feuers standen und durch den Qualm und die Feuerwehr unruhig hin und her liefen, brachte der Eigentümer auf eine andere Koppel.

Quelle: RP
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