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Radevormwald
Fahrer missachten Baustellenschilder auf der B 229/483

Radevormwald. Noch bis voraussichtlich Sonntag werden die Bauarbeiten auf der B 229/B 483 zwischen den Kreisverkehrsplätzen Rädereichen und Röntgenstraße dauern. Der teilweise sehr schlecht gewordene Asphalt wird erneuert und auf die heutige Norm verstärkt. Von Marion Gerdel

"Wir sind zuversichtlich, dass es zu keiner Verzögerung kommt" sagt Straßenbaumeister Toni Ebeler, der die Aufsicht über die drei Bauabschnitte auf der Bundesstraße hat. Er freut sich, dass es bisher keine unvorhergesehenen Schwierigkeiten gab - wie ein nicht ausreichend standfester Untergrund. "Man sieht so etwas leider immer erst, wenn der Asphalt aufgebaggert ist", sagt er.

Damit die Behinderungen vor allem für den Berufsverkehr so gering wie möglich ausfallen, wurden die Arbeiten in die Sommerferien gelegt. "Und wir arbeiten an den Wochenenden durch", sagt der Bauleiter. "So können wir die benötigte Arbeitszeit so kurz wie möglich halten."

Toni Ebeler geht davon aus, dass mit den Arbeiten für den dritten Bauabschnitt bereits am Montag begonnen werden kann. Das bedeutet auch hier wieder eine Vollsperrung, dann zwischen der Grüne und der Röntgenstraße. Dieser Abschnitt wird am längsten dauern. Gründe dafür sind, dass er streckenmäßig am längsten ist und außerdem in diesem Bereich auch Leitplanken ersetzt werden müssen. Geplant ist die Fertigstellung für den 12. August.

Dann werden die Autofahrer für ein paar Wochen wieder ihre gewohnten Strecken fahren können, bevor nach den Sommerferien mit den Arbeiten am neuen Kreisverkehr in Grüne begonnen wird und es wieder zu Umleitungen kommt.

Darauf können sich Autofahrer heute schon einstellen. Somit könnten sie vermeiden, dass sie plötzlich und ungewollt mitten in einer Baustelle stehen. "Das passiert leider immer wieder", erzählt Toni Ebeler. "Gerade wenn wir eine neue Baustelle einrichten, haben wir schnell um die 50 Autofahrer, die dennoch unbedingt auf ihrer gewohnten Strecke weiterfahren wollen. Die lassen sich teilweise weder durch Absperrungen noch durch unsere persönlichen Aufforderungen überzeugen, die Umleitung zu fahren."

Als Begründung wird häufig genannt, dass Hinweisschilder übersehen wurden oder das Navi unbedingt über diese Strecke führen will. "Es fällt uns schon auf, dass es häufig ältere Fahrer sind, die mit der Änderung ihrer gewohnten Strecke nicht zurechtkommen", sagt der Straßenbaumeister. Für viele Fahrer hat er Verständnis. Das hört aber auf, wenn jemand darauf besteht, durch die Baustelle zu fahren und sich nicht daran hindern lassen will.

Besonders ärgerlich werden solche Situationen für die Bauarbeiter, wenn sich diese uneinsichtigen oder mit der Situation überforderten Autofahrer in einer der Baustellen festfahren. Entweder setzen sie mit ihrem Wagen schon auf, wenn sie den Asphaltbereich verlassen und in das aufgebaggerte Teilstück fahren oder sie fahren mit Schwung komplett hinein, kommen aber nicht mehr heraus. "Dann müssen wir auch schon mal Hilfestellung leisten, was für uns natürlich auch immer zu einer Verzögerung unserer eigentlichen Arbeit führt", sagt Toni Ebeler.

Quelle: RP
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