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Radevormwald
Familie aus dem Irak endlich wieder vereint

Radevormwald. An diesem Wochenende wird eine Flüchtlingsfamilie aus dem Nordirak nach einem Jahr schmerzhafter Trennung wieder zusammengeführt. Wie Christiane Harnischmacher-Windgassen vom Gemeindebüro der Martini-Gemeinde gestern mitteilte, stammt Waseem Ifreem aus Mossul und ist vor einem Jahr vor der Terrororganisation IS geflohen. Der 39-jährige Lehrer wird heute, Samstag, auf dem Düsseldorfer Flughafen seine Frau Nasrat mit den beiden Kindern Sama (9) und Samer (8) in die Arme nehmen, nachdem sie sich vor einem Jahr trennen mussten. Hans Ottmann von der Martini-Gemeinde holt die Familie ab und bringt sie in ihre Wohnung in Radevormwald.

Zum Hintergrund: Die christliche Familie floh bereits im August 2014 vor der IS in die Türkei. Als sie nach sechs Monaten kein Geld mehr hatten, ging sie zurück in den Norden Iraks, wo sie mit 15 Familien in einer Kirche im Asyl lebte. Nach sechs Monaten gelang dem Ehemann die Flucht nach Deutschland. Er schloss sich mit anderen Christen aus dem Irak der Martini-Gemeinde an, die ihnen Sprachunterricht erteilte und bei Behördengängen half. "Nach endlosen Verhandlungen ist es nun gelungen, ein Visum für die Ehefrau und Kinder zu erhalten und sie nach Deutschland ausfliegen zu lassen", berichtet Christiane Harnischmacher-Windgassen.

Die Martini-Gemeinde, die sich auch an den Flugkosten beteiligt, wird die Familie morgen, Sonntag, 11.15 Uhr, nach dem Gottesdienst (10 Uhr) im Gemeindehaus an der Ulfestraße begrüßen und willkommen heißen. "Es ist bereits die dritte Familienzusammenführung, die auf diese Weise möglich geworden ist", heißt es in der Ankündigung.

(rue)
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