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Radevormwald
Fassade der Keilbecker Kiirche bröckelt

Radevormwald: Fassade der Keilbecker Kiirche bröckelt
Teile der Kirche Keilbach sind derzeit eingerüstet. Gearbeitet wird an der Fassade, die Backsteine werden neue verfugt. FOTO: Wolfgang Scholl
Radevormwald. Am Südwestflügel der Kirche der Evangelischen Gemeinde Dahlerau sind derzeit die Handwerker aktiv. Zuerst wird ein Teil der Fassade erneuert, dann wird an der Verbindung zum Dach gearbeitet. Von Wolfgang Scholl

Durch bröckelige und damit undichte Fugen drohte Wasser in die Kirche Keilbeck einzudringen. Durch Arbeiten an der Fassade soll dies jetzt verhindert werden. Mitarbeiter des Spezialisten für Denkmalrestaurierungen Schürholz/Schäfer aus Reichshof haben Fuge für Fuge ausgefräst und den Zwischenraum zwischen den Backsteinen wieder verfugt.

"Es drohte durch den nächsten Frost größere Schäden", sagen Dorit Lauterbach und Rolf Berghaus vom Presbyterium. Berghaus hat in den vergangenen Jahren mehrere Arbeitsschritte zum Erhalt der 1986 unter Denkmalschutz gestellten Kirche beauftragt und begleitet. Seit 2015 sind Handwerker am Sockel rund um die Kirche tätig gewesen, um zu verhindern, dass vom Fundament bis zu einer Höhe vor etwa einem Meter Wasser eindringt.

Nachdem diese Arbeiten abgeschlossen waren, musste jetzt noch an der Fassade gearbeitet werden. Michael Schürholz hofft, dass seine Mitarbeiter den Stab in der kommenden Woche an den Dachdecker abgeben können, damit der die Übergänge zum Dach abdichten kann. Danach wird das auf der Friedhofseite angesetzte Gerüst wieder abgebaut. "Die Zusammenarbeit hat bisher sehr gut funktioniert", sagt Dorit Lauterbach.

Problematisch sind die Fassadenarbeiten, weil die Fassade zwischen 1982 und 1986 schon einmal umfangreich saniert worden ist. Während einige Teile schon seit 1890 halten, waren andere jetzt schon nach 30 Jahren wieder marode. Da scheint nicht gut gearbeitet worden zu sein, ist die Vermutung der Presbyterin.

"Irgendwie ist eine Kirche ein Fass ohne Boden, eine solche 127 Jahre alte Kirche ist eine Dauerbaustelle ", sagt Rolf Berghaus und ergänzt, "wie der Kölner Dom". In den vergangenen Jahren sind von der Gemeinde mit den jetzigen Arbeiten insgesamt etwa 107.000 Euro aufgewendet worden. 52.000 Euro hat die Landeskirche dazugetan, 30.000 Euro stammen aus Spenden, mit 25.000 Euro ist die Erhaltungsrücklage der kleinen Gemeinde belastet worden. "Die ist damit fast leer", sagt Dorit Lauterbach. Jetzt müsse erst wieder über einige Zeit angespart werden. Möglich wurden die Arbeiten nur durch Spenden. "Bei Beerdigungen - nicht nur in den Wupperorten - und auch von vielen Radevormwaldern sind wir bedacht worden", bedankt sich die Presbyterin. Die Kirche werde von vielen als markanter Ort mit Alleinstellungsmerkmal angesehen, auch, weil die Kirche, wenn sie angestrahlt wird, von vielen Stellen aus gut sichtbar ist.

Zwar ist die Kirche 1986 unter Denkmalschutz gestellt worden, Mittel für den Erhalt gibt es aber nicht. "Dafür aber vor jeder Arbeit einen großen bürokratischen Aufwand mit den Behörden", sagen Berghaus und Lauterbach.

Spendenkonto zur Kirchensanierung Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen DE25 3405 1350 0000 300178

Quelle: RP
 
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