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Serie Halbzeit Der Wahlperiode
FDP sieht auch Bürger in der Pflicht mitzumachen

Serie Halbzeit Der Wahlperiode: FDP sieht auch Bürger in der Pflicht mitzumachen
Das Stadtfest (auf dem Foto die Big Band der Musikschule) sieht Annette Pizzato als positives Beispiel dafür, dass Rade etwas schaffen kann. FOTO: Wolfgang Scholl
Radevormwald. Die Fraktionsvorsitzende Annette Pizzato fordert, bis 2020 die Verbindungen zur Kreisverwaltung auszubauen.

Radevormwald (wos) Beim Blick auf die vergangenen drei Jahre sieht die FDP-Fraktion (zwei Mitglieder) die Erfolge der Wirtschaftsförderungsgesellschaft als ein wenig "mau" an, sagt die Fraktionsvorsitzende Annette Pizzato. Es sei nur wenig gelungen, die Leerstände in der Innenstadt zu bekämpfen. Als Alternative sieht sie eine weitere Ansiedlung von Gastronomie.

"Die Innenstadt muss lebendig bleiben und mit Leben gefüllt sein", sagt Pizzato. Die Politik habe die Weichen gestellt, jetzt sieht Pizzato die Bürger und Eigentümer in der Pflicht, ihr Interesse zu dokumentieren. Wer nur vor dem PC einkaufe, könne keine Geschäfte in der Innenstadt erwarten. Wenig gut gelaufen seien auch die Wülfing-Sanierung und die Derivat-Geschäfte. Beides seien aber schlechte Entwicklungen aus der Zeit vor dieser Wahlperiode.

Für die kommenden Jahre gelte es, weiter und mehr Industrie nach Radevormwald zu holen. "Wir müssen uns aber auch den Industriebrachen zuwenden und dürfen sie nicht vergessen", sagt Pizzato, die sehr positiv die Entwicklung der Verbindung von Kita und Grundschule sieht. Dazu gehöre auch der Ausbau des Gira-Kindergartens. Auch Jugend- und Schulamt seien insgesamt auf einem guten Weg. "Kinder sind unsere Zukunft", sagt die FDP-Fraktionsvorsitzende und ergänzt, "wir müssen die Angebote für die Familien so attraktiv wie möglich gestalten."

Noch mehr fordert Pizzato die Ausweitung der Kontakte zum Kreis nach Gummersbach. Da sei in der Vergangenheit nicht so viel Wert drauf gelegt worden. Heute müsse man Netzwerke haben. "Ohne die kann man nicht attraktiv bleiben", sagt die FDP-Fraktionsvorsitzende. Deshalb sollte die Stadt die Verbindungen zur Kreisverwaltung intensivieren. Mit Blick auf den Öffentlichen Personen-Nahverkehr warnt sie davor, den Bürgern alles zu versprechen.

Pizzato hofft, dass das Projekt "Starke Quartiere, starke Menschen" eben mit dem Kreis für die Wupperorte neue Impulse schafft. Sie wiederholt: Politik und Verwaltung könnten nur Rahmenbedingungen schaffen, die Bürger müssten die Angebote annehmen. Die Stadt sollte versuchen, die Infrastruktur in Rade zu erhalten. Das gelte zum Beispiel für die Arztpraxen in den Wupperorten. Auch sollte die Stadt in den kommenden Jahren die Sekundarschule in ruhigen Bahnen begleiten. "Der Anfang dazu ist gemacht", sagt Pizzato.

Dass die Radevormwalder das gemeinsam schaffen könnten, zeigt für Annette Pizzato das Stadtfest. "Das ist ein sehr gutes Ergebnis der Zusammenarbeit", sagt sie. Und gibt als Gedankenanstoß, ob nicht noch einmal darüber gesprochen werden sollte, dass Heimat- und Schützenfest mit der Pflaumenkirmes zu verbinden, wenn es nicht mehr gelinge, beide Feste attraktiv zu organisieren. "Rade ist dafür bekannt, dass es einiges auf die Beine stellen kann", sagt Pizzato, die mit Fraktionskollegin Jutta Eifer und der Fraktion im Herbst darüber beraten wird, wie die zweite Hälfte der Wahlperiode organisiert werden soll. 2014 war überlegt worden, den Fraktionsvorsitz nach der Hälfte der Wahlperiode zu tauschen.

Quelle: RP
 
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