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Radevormwald
Ferienkinder sollen selber aktiv werden

Radevormwald: Ferienkinder sollen selber aktiv werden
Für rasante Momente bei der Ferienbetreuung sorgen die beiden "Racer", die die Kinder - hier Alegra (9) und Jannes (7) - intensiv nutzen. Kathrina Platvoet, Barbara Schrand und Christa Kreimendahl (v.l.) leiten die Kinder an. FOTO: jürgen moll
Radevormwald. Nachdem in den ersten drei Wochen die Grundschule Stadt sowie die Verbundschule Bergerhof/Wupper Betreuungen in den Ferien organisiert haben, sind seit Montag die Katholische Grundschule und die Armin-Maiwald-Schule dran. Von Joachim Rüttgen

Wenn Eltern nicht ausreichend Urlaub bekommen und auf eine Betreuung ihrer Kinder angewiesen sind, gibt es die Offene Ganztagsschule auch in den Sommerferien. Nachdem in den ersten drei Wochen die Grundschule Stadt sowie die Verbundschule Bergerhof/Wupper in Eigenregie Betreuungen organisiert hatten, sind seit Montag die Katholische Grundschule (KGS) Lindenbaum und die Armin-Maiwald-Förderschule an der Reihe.

"Seit zwei Jahren sind wir ein eingespieltes Team", sagt Christa Kreimendahl von der Förderschule. Mit ihren Erzieherkolleginnen teilt sie sich die Aufgaben, jeden Tag acht Stunden von 8 bis 16 Uhr - inklusive Frühstück, das selbst zubereitet wird, und Mittagessen, das ein Caterer täglich frisch anliefert und das in der großen Halle der Maiwald-Schule gemeinsam verspeist wird. Renner auf der Speisekarte ist Milchreis, dicht gefolgt von Reibeplätzchen und Pfannkuchen. "Wir legen viel Wert auf Abwechslung", sagt Christa Kreimendahl, "Nudeln, Kartoffeln und Reis sollen sich abwechseln, auch Vollkornprodukte fließen immer häufiger in den Speiseplan ein. "Kinder probieren gerne und mögen es meist auch", sagt sie. Es gibt nur eine Regel: Was sich jemand auf den Teller schaufelt, muss er auch aufessen. Und Nachschub ist immer möglich.

Über das Aktionsprogramm wird dann jeden Tag aufs Neue jeweils spontan entschieden, je nach Wetter, Lust der Kinder und Vorstellungen der Erzieher. "Jede Erzieherin hat ihre eigenen Pläne und ist frei in ihren Entscheidungen", sagt Christa Kreimendahl. Für sie sei es wichtig, viel mit den Kindern raus zu gehen: ob Ülfebad, Wiebach oder Balkantrasse - Hauptsache, die Kinder bewegen sich. In der Ferienbetreuung solle aber das gemacht werden, was allen Spaß macht. Deshalb variieren die Programme jede Woche. Einzig der Ausflug mit der Katholischen Jugend im Rahmen des städtischen "Ferienspaß" am Mittwoch, 5. August, ist für alle Kinder gleich: Er führt ins Neandertal. Nachdem sich die Kinder in den ersten Tagen kennengelernt haben, dürfen sie sich nach Herzenslust an der Kletterwand austoben, im Garten spielen, Buden im Wald bauen, Tischtennis oder Airhockey spielen. "Sie sollen sich frei entfalten", sagt Christa Kreimendahl, "aber von der Anspruchshaltung, die einige Kinder hier mitbringen, holen wir sie ganz schnell wieder runter." Eigeninitiative ergreifen, den Alltag selbstständig gestalten - darauf legen die Erzieherinnen großen Wert. Deshalb: Straßenkreide rausholen, Pylone für einen Slalom aufbauen - und los geht's. "Die Kinder sollen hier kein von uns vorgefertigtes Programm abspulen, sondern selber aktiv werden", sagt Christa Kreimendahl. Jedes Kind bringt jeden Tag auch seinen Rucksack mit Sportsachen und Getränken mit, so bleibt das Programm flexibel und kann kurzfristig umdisponiert werden.

Die beiden "Racer" sind zurzeit aber besonders beliebt und ständig belegt: Auf ihnen sitzen die Kinder in einer Art Schale und können sich durch die Bewegung der Füße fortbewegen. "Man macht das halt nicht mit den Händen", sagt Nele (8) von der KGS. Luke (KGS) geht ebenfalls regelmäßig auf den "Racer", "obwohl einem trotz Polsterung auch schon mal der Rücken weh tut", sagt der Siebenjährige.

Quelle: RP
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