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Radevormwald
Festliche Martini-Musik zur Adventszeit

Radevormwald: Festliche Martini-Musik zur Adventszeit
Traditionell wird in der Martini-Kirche jeweils am Sonntagnachmittag der Advent musikalisch begrüßt. Chor und Instrumentalisten beteiligen sich an dem großen Konzert. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Die traditionelle Advents- und Weihnachtsmusik sorgte am Sonntag wieder für eine sehr gut besuchte Martini-Kirche an der Ülfestraße. Im Mittelpunkt: feierliche Motetten und Kantaten, Choräle und gemeinsam gesungene Lieder der Gäste. Von Sigrid Hedderich

In der Martini-Gemeinde erstrahlt an jedem ersten Adventssonntag nicht nur die erste Kerze auf dem Adventskranz, sondern die Kirche an der Ülfestraße erfüllt sich traditionell mit festlicher Musik. Zum 71. Mal lud die Gemeinde zum Advents- und Weihnachtsmusik-Konzert ein und die Kirche füllte sich schnell. Gemeindemitglieder und Gäste hörten feierliche Motetten und Kantaten, besannen sich in Chorälen und sangen bei einigen Liedern auch mit.

Wieder einmal war es die Mischung, die dem vorweihnachtlichen Konzert die unverwechselbare Note gab, bei der jeder Zuhörer selber entscheiden kann, wie weit die Gedanken zur beginnenden Adventszeit ihn auch zum bevorstehenden Fest tragen. Es war der Posaunenchor der Gemeinde, der für den musikalischen Auftakt unter dem Dirigat von Rosemarie Zeitschner sorgte. Das Stück wurde einst von Eduard Karl Nössler als ein Trostspender geschrieben. Ruhig, fast schon tragend, waren die Blechinstrumente zu hören, als es hieß "Tröstet, tröstet mein Volk". Erst die Schlusstakte legten an Schnelligkeit zu und stellten die Erleichterung des "Halleluja" dar.

Pastor Johannes Dress begrüßte die Zuhörer mit dem Hinweis, dass die Welt derzeit dunkler als zuvor erscheine und Licht erstrahlen solle. "Sehnsucht nach Licht ist das Geheimnis der Adventszeit, die Musik heute umschreibt dieses Geheimnis", sagte er und wünschte allen Zuhörern, dass sie von diesem Licht und Geheimnis erfasst werden.

Auch das anschließende Werk mit einem Text von Jürgen Henky handelte von der Finsternis und dem großen hellen Licht. Der gemischte Kirchenchor sang die Passagen unter Leitung von Matthias Tscharn mehrstimmig. Posaunenchor und Orgel nahmen es mit der großen Gemeinde musikalisch auf. Mit einem Vorspiel als doppelchörige Motette stiegen die Bläser und Organist Thomas Nickisch ein. Dann setzte die Gemeinde mit ihrem Gesang zu "Nun komm, der Heiden Heiland" von Johann Sebastian Bach ein. Es war wunderschöner Orgelklang, der die große Chorgemeinschaft begleitete, später abgelöst von den Bläsern. Auch hier gab es einen akustischen Wohlklang, denn der Posaunenchor übertönte die Stimmenvielfalt nicht.

Eine Adventskantate setzte erneut auf das Licht. Etwas mystisch und streng rhythmisch wurde die Aufforderung gesungen, sich aufzumachen. "Mache dich auf, werde Licht" ist ein jüngeres Stück von Dietrich Lohff. Bläser- und Klaviermusik und der Kirchenchor betonten die von Dunkelheit geprägten Töne und gaben Fröhlichkeit in Form der gesungenen Herrlichkeit und Licht Raum. Klassische Stücke wie "Es kommt ein Schiff gefahren - mit Blockflötenklängen und Orgeleinsätzen - und "Tochter Zion" folgten. Weitere gemeinsame Einsätze von Instrumenten und Chören, bereichert vom Gesang der Gemeinde, gab es bei "Nun freut euch, ihr Christen" sowie "Kommet, ihr Hirten". Nach dem Segen durften sich die Konzertbesucher auf zwei Zugaben freuen. Der Posaunenchor stellte sich auf zu "Weil Gott in tiefster Nacht erschienen" von Helmut Lammel. Kirchenchor, Streicher Bläser und Orgel vereinten sich zum festlichen Finale zu "Jauchzet, lobet" von Johann Sebastian Bach. Neben den Chören zu hören waren Ingrid Kirch und Helmtrud Reinbott (Violinen), Lydia Nickisch (Violoncello), Dominik Rotering und Volker Meskendahl (Trompete), Lukas Nickisch, (Posaune) und Martin Groß (Blockflöte).

Quelle: RP
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