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Radevormwald
Festliches Martinsspiel auf dem Markt

Radevormwald: Festliches Martinsspiel auf dem Markt
St. Martin reitet um das Feuer, um anschließend seinen Mantel mit dem Bettler zu teilen. Viele hundert Teilnehmer beobachten das Geschehen gestern Abend auf dem Radevormwalder Marktplatz. Nach dem Martinsspiel wurden 1500 Weckmänner an die Kinder der Stadt verteilt. FOTO: flora treiber
Radevormwald. Der krönende Abschluss des Martinsmarktes war gestern Abend der große Umzug und das Martinsfeuer auf dem Marktplatz. Viele Kinder nahmen mit ihren Laternen teil. Für den geistlichen Impuls sorgte Pfarrer Philipp Müller. Von Flora Treiber

Der Zauber von St. Martin vergeht nie. Jedes Jahr basteln Mädchen und Jungen bunte Laternen, üben Martinslieder und bereiten sich gemeinsam mit ihren Eltern auf den großen Martinsumzug durch die Innenstadt vor. Die Werbegemeinschaft "Rade lebt" organisierte für gestern nicht nur den Martins-Markt und den verkaufsoffenen Sonntag, sondern auch den Umzug, der vom Hohenfuhrplatz aus startete. Mit wehenden und leider oft in Plastiktüten verpackten Laternen trotzten viele Kinder den Regenschauern sowie der Kälte und versammelten sich zum Umzug am Rand der Innenstadt.

Marcus Strunk, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, wirbelte zu diesem Zeitpunkt über den Marktplatz, um die finalen Vorbereitungen für das Martinsspiel zu treffen. Das große Feuer loderte unter der Aufsicht der Freiwilligen Feuerwehr hell im Zentrum der Innenstadt und beleuchtete die Stadt unter dem dunklen Abendhimmel. Die ersten Funken stiegen in die Höhe, und von den Kindern waren staunende Laute zu vernehmen.

"Ein Martinsspiel und ein Feuer gehören zu jedem Umzug dazu. Deswegen sind wir froh, dass wir es auch dieses Jahr wieder umsetzen konnten", sagte Strunk. Erfahrene Reiter des Gestüts Moorbach führten den Umzug an, übernahmen die Rolle des St. Martin und manövrierten Pferd, Reiter und Gefolge sicher vom Hohenfuhrplatz zum Markt. Von den Fackelträgern der Freiwilligen Feuerwehr begleitet, fand das festlich gesattelte Martinspferd den Weg vor die reformierte Kirche und galoppierte um das Feuer. Mit Gesang und musikalischer Unterstützung der Bergstädter Musikanten versammelten sich die kleinen Laternenträger um das Feuer.

Für den geistlichen Impuls des Abends war Pfarrer Philipp Müller zuständig. Er und die Konfirmanden der Lutherischen Kirchengemeinde hatten das Martinsspiel vorbereitet, das auf der großen Treppenanlage zu sehen war. Gebannt beobachteten die Kinder das Spiel, lauschten den Worten von Philipp Müller und seinen Schützlingen und beobachteten St. Martin, wie er um das Feuer ritt, seinen Mantel teilte und ihn, wie es übermittelt wurde, mit dem Bettler teilte.

"Jedes Mal ein festlicher und sehr besonderer Anblick, den ich gerne mit meinen Kindern teile. Die Geschichte von St. Martin lehrt uns, achtsam miteinander umzugehen", sagte Kerstin Maier, die mit ihren Töchtern Lisa und Lena am Martinsumzug teilnahm. Gebastelt hatten die Mädchen schillernde Laternen in Form von Katze und Fuchs. "Die will ich aufheben und in meinem Zimmer aufhängen", sagte Lisa, die ihr Kunstwerk zusammen mit ihren Eltern fertiggestellt hatte. Nach dem Martinsspiel, dem Teilen des Mantels und gemeinsamen Liedern wurden 1500 Weckmänner an die Kinder der Stadt verteilt, die von den Radevormwalder Stadtwerken gespendet wurden.

Über diese großen Sponsoren der Veranstaltung ist Markus Strunk als Organisator froh. "Ich kann es nicht oft genug sagen: Ohne wären wir wirklich aufgeschmissen", sagte er. Dank des Engagements der Werbegemeinschaft und allen Beteiligten war der gestrige Sonntag im Zeichen von St. Martin ein Erfolg - trotz bergischem Herbstwetter, das der guten Stimmung keinen Abbruch tat.

Quelle: RP
 
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