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Radevormwald
Feuerwehr rät, Temperatur von Futter- und Streumaterial zu messen

Radevormwald. Anruf einer besorgten Pferdebesitzerin gestern Morgen bei der Feuerwehr: Die Frau hat einen ehemaligen landwirtschaftlichen Hof erworben und hat dort jetzt nicht nur ihre Pferde, sondern auch Heu und Stroh in den landwirtschaftlichen Gebäuden untergebracht und gelagert. "Sie sei besorgt um das in dieser Woche eingelagerte Stroh. Sie habe Angst es könnte sich selbst entzünden", teilte Feuerwehrchef Winfried Fischer mit. Von Joachim Rüttgen

Vorsorglich sei die Wachbesatzung der Feuerwache mit einem von der Bergischen Brandversicherung aktuell im vergangenen Monat beschafften und der Feuerwehr Radevormwald leihweise zur Verfügung gestellten Temperaturmessgerät - inklusive Mess-Sonde - zum Hof gefahren und habe dort Temperaturmessungen an den gepressten und gewickelten Strohballen durchgeführt. "Da einige dieser Ballen eine kritische Temperatur von mehr als 60 Grad aufgewiesen haben, wurden diese Ballen mit der Besitzerin ins Freie gebracht", berichtet Fischer. Die Feuerwehr rät Landwirten wie auch Pferdehofbesitzern, die entsprechende Futter- und Streumaterialien in den vergangenen Wochen geerntet oder erworben haben, diese selbstständig und in eigener Verantwortung mit eigenen Temperaturmessgeräten regelmäßig zu überprüfen.

Diese Verpflichtung ergebe sich aus den Versicherungsbedingungen des jeweiligen Feuerversicherungsträgers, dieser sollte im Zweifelsfall und bei eventuell bestehender Unsicherheit angesprochen werden. "Natürlich steht gerade bei Temperaturen von mehr als 60 Grad auch die Feuerwehr wie immer mit Rat und Tat zur Seite", betont Fischer.

Quelle: RP
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