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Radevormwald
Feuerwehrnachwuchs aus Önkfeld löscht brennende Hütte souverän

Radevormwald. Die Holzhütte brannte lichterloh, als die kleinen Feuerwehrmänner in ihrer Schutzkleidung aus dem großen Einsatzwagen gesprungen waren. Die Löschübung der Kinderfeuerwehr war Höhepunkt des Familientages rund um den 1. Mai. Die Löschgruppe Önkfeld tanzte von Samstag auf Sonntag nicht nur in den neuen Monat, sondern hatte für gestern auch ein umfangreiches Programm für alle Besucher zusammengestellt.

Wehrführer Torsten Kleinschmidt und der Leiter des Festausschusses Oliver Sieberg waren zufrieden. "Samstagabend war das Zelt voll, und auch der Sonntag wird gut angenommen", sagte Sieberg. Die Schauübung der Kinderfeuerwehr ist seit vielen Jahren Tradition und immer wieder spektakulär, denn auf einer weitläufigen Wiese muss eine Holzhütte gelöscht werden.

Sobald die Flammen aus dem Dachstuhl schlugen, wurde die Feuerwehr alarmiert, die wenige Minuten später aus Remlingrade angefahren kam. Mit lauten Sirenen und aufgeregten Kindern brauste das Einsatzfahrzeug nach Önkfeld. Die zwölf kleinen Einsatzkräfte zwischen sechs und zehn Jahren sprangen in Schutzkleidung von Kopf bis Fuß aus dem Wagen, stellten sich ordnungsgemäß auf und rollten gemeinsam drei große Löschschläuche für den Einsatz aus.

Thomas Sinner und Bastian Kreuter sind für die Kinderfeuerwehr in Önkfeld zuständig und haben mittlerweile mit ihren Lehrmethoden über die Stadtgrenzen hinaus Anerkennung geerntet. Zu der Löschübung gestern waren auch die Leiter der Kinderfeuerwehr aus Eckenhagen gekommen. Die hat im Gegensatz zu der Kinderfeuer in Önkfeld nämlich keine 67 Jahre, sondern erst zwei Jahre Erfahrung. "Wir teilen unser Wissen natürlich gerne und lassen auch befreundete Löschgruppen an unseren Ideen teilhaben. Von dieser Löschübung kann jeder etwas lernen. Die ist nicht nur für die Kinder spannend", sagte Oliver Sieberg. Gemeinsam hielten die künftigen Feuerwehrmänner einen Löschschlauch, der durch den Wasserdruck eine enorme Energie freisetzt. Nach dem Befehl "Wasser Marsch!" gelang es den Kindern in wenigen Minuten, das große Feuer zu löschen. Unter Applaus der Zuschauer räumten sie die Brandstelle auf und verstauten die Ausrüstungsgegenstände im Einsatzfahrzeug.

Beim Familientag spielte der Posaunenchor Remlingrade unter Leitung von Ulrike Donner im Festzelt, außerdem gab es Würstchen vom Grill, Erbsensuppe und ein Kuchenbuffet. Der Mai-Feiertag ging nach Frühschoppen und Einsatz der Kinderfeuerwehr ruhig zu Ende. Sieberg freute sich über das gute Miteinander. "Die Stimmung war friedlich und familiär."

(trei)
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