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Radevormwald
Fische und Amphibien jetzt in der Ülfe

Radevormwald: Fische und Amphibien jetzt in der Ülfe
Nach einem Vorfall im Frühjahr 2014 sind in Dahlhausen neue Schilder aufgestellt worden.
Radevormwald. Die Renaturierung des alten Angelteiches von Dahlhausen wird vom Wupperverband inzwischen als gelungen angesehen. Demnächst wird untersucht, welche Wanderfische und anderen Kleinlebewesen die Ülfe erobert haben. Von Wolfgang Scholl

Im unteren Bereich der Ülfe hat sich in den vergangenen eineinhalb Jahren in der Natur einiges getan. Fische, Amphibien und andere Kleintiere haben die große Fläche für sich zurückgewonnen.

Im Winter zum Jahreswechsel 2013/14 hatte die Ülfe von der Einmündung in die Wupper bis zum früheren Einlauf in den Angelteich ein neues Bett erhalten. Renaturiert worden ist die Ülfe zwischen und Landstraße 414 und Bolzplatz, zurückgebaut worden ist der alte Angelteich. Ziel des Wupperverbandes ist es, die Wupper bis zum Damm der Wupper-Talsperre in Krebsöge zu renaturieren und für Fische und Kleinlebewesen durchlässig auszubauen und die Neben-Bachläufe mit einzubeziehen.

Der alte Angelteich hat sich zu einem Biotop entlang der Landstraße 414 bei Dahlhausen entwickelt. Demnächst wird geprüft, war aus dem Teich, der sich im Hintergrund gebildet hat, werden soll. FOTO: wos

Nach dem Bau des großen Fischanstiegs zum Beyenburger Stausee und einigen weiteren kleineren Veränderungen bis zur Stadtgrenze war der Einlass zur Ülfe in Dahlhausen der nächste Arbeitsschritt. Der Wupper-Aufstieg endet derzeit dahinter an der kleinen Talsperre bei Dahlhausen. Ob dort noch ein Fischaufstieg gebaut wird, wird sich in Zukunft aus der finanziellen Situation des Wupperverbandes ergeben.

Nachdem es 2012 erste Planungen gab und 2013 mit der Umsetzung begonnen wurde, ist im vergangenen Jahr in Kooperation mit Revierförster Bernhard Priggel vom Landesbetrieb Wald und Holz im Bereich des früheren Angelteiches ein Fichtenwald durchforstet worden, so dass naturnahe Auenflächen entstehen konnten. Zusammengearbeitet wird auch mit der Rader Stadtverwaltung, weil einige Teile der großen Fläche im Eigentum der Stadt stehen.

"Wir sind mit der neuen Durchlässigkeit sehr zufrieden", sagt Susanne Fischer, Pressesprecherin des Wupperverbandes. Die neue Vegetation sei dabei, sich zu etablieren. Auch habe sich die Ülfe wie geplant in dem Gelände eigene, neue Wege gesucht und den Bachlauf teilweise neu profiliert. Bewusst habe man auf eine Bepflanzung verzichtet, damit sich die Natur entwickeln kann. Durch die Umgestaltung des Einlaufs von der Ülfe zur Wupper sei es gelungen, den Tieren den Aufstieg in die Ülfe zu erleichtern.

Derzeit gibt es in der Nähe der Straße noch eine größere Restwasserfläche neben dem alten Damm. Über deren Zukunft soll mit den Fachleuten demnächst gesprochen werden. "Für eine Gesamtüberprüfung, ein Monitoring, ist es noch zu früh. Das soll erst in einiger Zeit in Angriff genommen werden", sagt Susanne Fischer. Dabei soll dann auch geprüft werden, ob Wanderfische, die die Wupper hochgeschwommen sind, auch den Weg in die Ülfe gefunden haben.

Die Mitarbeiter des Wupperverbandes werden sich deshalb im kommenden Frühjahr noch einmal mit der Fläche befassen. Dann soll auch der weitere Bachweg der Ülfe weiter aufwärts über Neuenhammer bis zur Leimholer Mühle beobachtet werden. Aktuell können die Tiere bis zum Damm des Ülfebads wandern.

Mittelfristig soll überlegt werden, eine Durchlässigkeit bis zum Gewerbegebiet Mermbach in Angriff zu nehmen. Teile des Ülfetales sind vor einiger Zeit als Bereiche einer EU-Wasserrahmenrichtlinie deklariert worden.

Quelle: RP
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