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Radevormwald
Förderschüler schwimmen um den Sieg

Radevormwald: Förderschüler schwimmen um den Sieg
Auf die Plätze, fertig, los! Im Schwimmbad des Freizeit-Centers "life-ness" maßen sich gestern 70 Förderschüler aus dem gesamten Oberbergischen Kreis im Kraul- und Brustschwimmen. FOTO: nico hertgen
Radevormwald. Gastgeber für das Kreisschwimmturnier der Förderschulen im Kreis war gestern die Rader Armin-Maiwald-Schule. Die Schüler profitierten dabei von ihrem Schwimmunterricht, die Älteren hatten sogar Extra-Übungsstunden eingelegt. Von Marion Gerdel

Laute Anfeuerungsschreie bestimmten gestern die Stimmung im Schwimmbad des Freizeitcenters "life-ness". 70 Schüler nahmen am Kreisschwimmturnier der Förderschulen teil. Jungen und Mädchen der Jahrgänge 2003 und jünger sowie die Schüler aus den Geburtsjahren 2001 und 2002 maßen sich im Kraul- und Brustschwimmen sowie einer Staffel.

Die Jahrgänge bis 2003 der Armin-Maiwald-Schule konnten dabei von ihrem einmal die Woche stattfindenden Schwimmunterricht profitieren, die Älteren hatten sogar Extra-Übungsstunden eingelegt. In diesen Schwimmstunden mussten alle Schüler in den Disziplinen, die für den Schwimmwettkampf gefragt waren, bereits ihre Bestleistungen zeigen. Die 16 Besten einer Schule durften für das Turnier gestern gemeldet werden.

Jeweils vier Schüler starteten auf das Kommando von Kai Kruschinski, dem Sportbeauftragten der Armin-Maiwald-Schule. "Es macht Sinn, die Jungen und Mädchen mit einem möglichst gleichen Leistungspotenzial gegeneinander schwimmen zu lassen, denn das erhöht die Spannung", sagte Lehrerin Britta Leißner, die zusammen mit Birte Menn die Arbeit koordinierte. Starterkarten mussten gebündelt und Zeiten sortiert werden. Die Verteilung der Karten zwischen dem Organisationstisch und den Startblöcken übernahmen Schüler der Oberstufe der Armin-Maiwald-Schule, die damit eine wichtige Unterstützung für den reibungslosen Ablauf waren.

Kerstin Büttner (14) und Hannah Sophie Riese (13) traten für die Armin-Maiwaldschule an. "Das ist sehr aufregend", sagte Kerstin, die sich gute Chance für einen vorderen Platz ausrechnete. "Ich bin ja auch Schwimmerin bei der DLRG und betreue dort eine Gruppe der Fünf- bis Sechsjährigen", sagte sie.

Hannah Sophie ist sich, obwohl sie als Paddlerin schon bei einer Deutschen Meisterschaft teilgenommen hat, nicht sicher, wie sie ihre Chancen einschätzen kann und wartet gespannt auf ihren nächsten Einsatz.

Für die Lehrer bedeutet das Turnier neben den sportlichen Erfolgen ihrer Schüler eine gute Möglichkeit, sich mit anderen Kollegen auszutauschen. Kruschinski weiß auch, wie wichtig so ein Turnier für die Schüler ist. "Sie messen sich gern mit anderen und geben bei einer solchen Gelegenheit alles. Hier zeigen sie den Biss, den sie in anderen Lebenssituationen nicht immer haben, sie holen das Letzte aus sich heraus. Sonst fehlt unseren Schülern oft Selbstvertrauen und Durchhaltevermögen, um eine neue Sache anzugehen", sagt er. Im Wettkampf lernen die Jungen und Mädchen, dass es sich lohnt, sich anzustrengen und nicht aufzugeben.

Besonders spannend wurde es zum Ende: Jeweils zehn Schüler traten zum Staffellauf an, bei dem jeder seinen favorisierten Schwimmstil wählen durfte. Den Wanderpokal holte sich die Jakob-Moreno-Schule aus Gummersbach, den Radevormwaldern blieb wie im Vorjahr wieder nur Platz zwei, nur drei Meter trennten sie vom Sieg. Da aber fünf der zehn Schwimmer unter den besten zehn Teilnehmern waren, rechnet sich Kruschinski fürs nächste Jahr neue Chancen aus.

Quelle: RP
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