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Radevormwald
Ford Wiluda möchte Standort stärken

Radevormwald: Ford Wiluda möchte Standort stärken
Diese alte, stillgelegte Straße bildete früher die Verbindung von der Bundesstraße 483 zur Radevormwalder Innenstadt. Die jetzigen Wiluda-Hallen liegen bis zur Böschung. Die Grundfläche soll angeschüttet werden. FOTO: WOlfgang Scholl
Radevormwald. Mit einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan in Kooperation mit der Stadt möchte das Autohaus seine Fläche zur alten Straße von der III. Uelfe erweitern. In einem ersten Schritt hat die Politik dem Verfahren zugestimmt. Von Wolfgang Scholl

Der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung hat einstimmig (bei einer Enthaltung) zugestimmt, dass auf Antrag von Ford Wiluda (Bergland-Gruppe) mit Sitz an der Margaretenstraße 1 ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet wird. Das Unternehmen der Irlenbusch-Gruppe mit sieben Autohäusern und Sitz in Wipperfürth-Hämmern möchte große Teile der bestehenden Gebäude abreißen und auf dem Gelände neu bauen. Der Planer des Unternehmens hatte in der Ausschuss-Sitzung für das Projekt geworben, weil man sich architektonisch neu aufstellen müsse. Heute dürften Autohäuser nicht mehr so aussehen wie frühere Hinterhofschrauber. Diese Verbesserung gelinge nur mit einer kompletten Neuorientierung.

Die alten Gebäude stammen in ihrer Substanz zum Teil noch aus der Zeit der Gründung des Autohauses um 1966, als das Unternehmen Ford Morgenroth hieß. Seit 1999 ist das Autohaus, das später den Namen Wiluda erhielt, Teil der Ford-Bergland-Gruppe. "Zwar ist mehrfach im Bestand um- und angebaut worden und wir sind natürlich auch auf dem neuesten technischen Stand in der Werkstatt, wir müssen uns aber räumlich den modernen Gegebenheiten anpassen", sagt Dirk Mikoteit, Geschäftsführer für Radevormwald und seit 2002 auch Gesellschafter. Mikoteit ist seit 1975 im Unternehmen tätig und hat dort neben seiner Ausbildung später auch die Meisterprüfung als Kfz-Mechaniker abgelegt.

Durch die Notwendigkeiten zur Veränderung entstand die Idee, die Möglichkeiten auf dem eigenen Gelände auszuloten. Das Ergebnis ist ein Plan für einen Umbau auf dem Gelände an der Uelfe-Wuppertal-Straße. Erneuert werden soll im vollen Betrieb.

Dirk Mikoteit vor der größeren, in den 1970er Jahre gebauten Verkaufshalle, die ebenfalls dem modernen Verkaufs-Pavillon für Parkplätze weichen soll. FOTO: Wolfgang Scholl

In Kooperation mit der Stadt wird in nächster Zeit ein öffentlich-rechtlicher Vertrag erarbeitet, durch den für die Fläche der Bebauungsplan geändert wird. Dieses Verfahren ist in Rade schon mehrfach angewandt worden, zuletzt auch beim großen Gira-Neubau an der Gewerbestraße.

Der Fordhändler möchte seine Fläche um Teile der alten Straße erweitern, dort die Fläche anschütten lassen und eine moderne Werkstatt mit sieben Werkstattplätzen errichten. Die alte Straße ist vor Jahrzehnten abgebunden worden, als die neue Kreisstraße 9 von der Leye über die III. Uelfe zur Uelfe-Wuppertal-Straße gebaut worden ist. Heute ist die alte Straße ein Spazierweg. Alternativen für Wanderer und andere Fußgänger sollen im Zuge des Planverfahrens berücksichtigt werden. Zu dem Verfahren gehört auch die Änderung des Flächennutzungsplans, die Elisabeth Böhmer vom Amt für Stadtplanung als unproblematisch bezeichnet. Die Stadt hat signalisiert, Teile der Straße verkaufen zu wollen. Das wird aber erst demnächst Teil des Bauleitverfahrens sein.

Wenn die neue Werkstatt als erster Bauabschnitt auf der Fläche der früheren Straße steht, sollen die alte Werkstatt und die heutigen Verkaufsräume abgerissen und die Flächen neu aufgeteilt werden. An der Stelle der heutigen Werkstatt wird eine moderne Verkaufshalle als Auto-Salon entstehen. In der Halle unter der Werkstatt soll das neue Lager untergebracht werden. Daneben wird es auch zwei Boxen zur Autowäsche und Aufbereitung von Neufahrzeugen geben.

"Ein Ziel muss es sein, unsere Flächen optimaler nutzen zu können", sagt Mikoteit. Am Wendehammer der Einfahrt von der Kreisstraße, an der heute die größere der beiden Verkaufshallen liegt, sollen demnächst weitere Parkplätze entstehen, die für Besucher, aber auch Verkaufsfahrzeug gebraucht werden. Im Autohaus wird damit gerechnet, dass mit dem Neubau 2018 gestartet werden kann.

Quelle: RP
 
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