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Radevormwald
"Forsonics" nehmen das Publikum mit auf eine lyrische Reise

Radevormwald: "Forsonics" nehmen das Publikum mit auf eine lyrische Reise
Bert Fastenrath (li.) und Andy Gillmann spielten zusammen Carsten Stüwe und Chris Fischer Stücke aus ihrem aktuellen Programm. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Ein Samstag im Juli kann eigentlich kaum schöner zu Ende gehen, als mit einem ruhigen Jazz-Konzert unter freiem Himmel. Genau das fand in dem Skulpturenpark des Museums für Asiatische Kunst statt. Zum zweiten Mal gaben "Forsonics", die Lyriker des deutschen Jazz, hier ein Konzert. Von Flora Treiber

Für die vier Musiker war der Termin der letzte vor der Sommerpause und der erste Open-Air-Auftritt für dieses Jahr. "Wir spielen nicht oft vor so einer tollen Kulisse und freuen uns darüber hier, mitten in der Natur, zu spielen", sagte Schlagzeuger Andy Gillmann.

Ihr aktuelles Programm haben "Forsonics" in den vergangenen Monaten in ganz Deutschland, in den letzten Wochen besonders im Norden, gespielt. Dass ihre aktuelle CD so gut in Deutschland und darüber hinaus angenommen wurde, macht die Musiker stolz, die bereits alle an neuen Stücken schreiben. Im Frühjahr 2018 gehen vielleicht die Arbeiten zu einem neuen Album los. "Wenn etwa zwölf Stücke zusammengekommen sind, fangen wir mit der Arbeit an einem neuen Album an. Musik schreibt bei uns eigentlich jeder. Dann arrangieren wir und denken gemeinsam über die Umsetzung nach", sagt Gitarrist Bert Fastenrath. Der Leiter der Radevormwalder Musikschule hat im September vorigen Jahr, als "Forsonics" die neue CD erstmalig in Radevormwald spielte, nicht mit diesem großen Erfolg gerechnet.

Eröffnet wurde das Konzert mit dem Stück "La luna de gredos", das von Carsten Stüwe, dem Multitalent der Jazz-Band, geschrieben wurde. Er spielt nicht nur Orgel und Keyboard, sondern bedient auch den Bass der Formation. Andy Gillmanns Stücke sind nachdenklich, rütteln die Emotionalität des Publikums wach und hinterlassen einen bleibenden Klang, auch nach dem Konzert. "Kind of smooth" klingt nach einer nächtlichen Taxifahrt durch New York und enthält viele Elemente, die mittlerweile das Aushängeschild von "Forsonics" sind. Mit Chris Fischer an der Trompete und dem Flügelhorn ist die Band für seine explosiven Arrangements und einen kammermusikalischen Schliff bekanntgeworden. Ohne Sentimentalität kommt keines ihrer Stücke aus und auch "A night at Toledo", das Bert Fastenrath nach einem Urlaub in der spanischen Stadt geschrieben hat, strotzt vor Persönlichkeit. Diese Mischung, aus gedankenverlorener Großstadt und sentimentalen Balladen, machen Forsonics erfolgreich.

Das Publikum genoss das Konzert am Samstagabend und bedankte sich mit viel Applaus. Ehrengast des Abends war übrigens der neue NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU), der bereits bei dem ersten Konzert von "Forsonics" in Radevormwald war.

Quelle: RP
 
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