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Radevormwald
Frauen fordern eine gerechtere Bezahlung

Radevormwald. Der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen ist in Deutschland so groß wie in fast keinem anderen EU-Land. Das sogenannte unbereinigte Verdienstgefälle lag in der Bundesrepublik 2016 bei 21,5 Prozent, wie das europäische Statistikamt Eurostat mitteilte. Höher war der Wert nur in Estland (25,3) und Tschechien (21,8). Am geringsten war die gemessene Lohnlücke in Rumänien (5,2), Italien (5,3) und Luxemburg (5,5). Im EU-Durchschnitt lag die Differenz 2016 bei 16,2 Prozent. Quelle: dpa "Das sind die Fakten, die zeigen, wie viel es für uns noch zu tun gibt" - Beate Fiedler (Wirtschaftsförderung) und Sabine Steller, Gleichstellungsbeauftragte beim Oberbergischen Kreis, beobachten die Entwicklung des Gender Pay Gaps bereits seit vielen Jahren und sehen, dass Verbesserungen nur marginal eintreten. Mit dem Entgelttransparenzgesetz wurde dem Handwerkskasten Frauenförderung deshalb ein weiteres Instrument hinzugefügt.

Das Gesetz zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen soll vor allem Frauen dabei unterstützen, ihren Anspruch auf gleiches Entgelt bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit künftig besser durchzusetzen. Dafür sieht es folgende Bausteine vor: einen individuellen Auskunftsanspruch für Beschäftigte, die Aufforderung von Arbeitgebern zur Durchführung betrieblicher Prüfverfahren sowie eine Berichtspflicht zu Gleichstellung und Entgeltgleichheit.

Mit dem individuellen Auskunftsanspruch haben Beschäftigte in Betrieben und Dienststellen mit in der Regel mehr als 200 Beschäftigten das Recht zu erfahren, nach welchen Kriterien und Verfahren sie bezahlt werden. Der Auskunftsanspruch gilt seit dem 6. Januar 2018.

(rue)
 
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