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Radevormwald
Freiwilliges Jahr bei der HSG Rade/Herbeck

Radevormwald: Freiwilliges Jahr bei der HSG Rade/Herbeck
Der 20-jährige Marko Alsdorf absolviert seinen Bundesfreiwilligendienst bei der HSG Rade/Herbeck als Handballtrainer. Neben dieser Tätigkeit betreut er außerdem Kinder in der Grundschule Stadt. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Marko Alsdorf macht seinen Bundesfreiwilligendienst bei den Handballern. Außerdem betreut er Kinder in der Grundschule Stadt. Von Flora Treiber

Mit sieben Jahren ist Marko Alsdorf in die F-Jugend der HSG Rade/Herbeck gewechselt und hat seine sportlichen Fähigkeiten in dem Rader Verein ausgebaut. Obwohl er in Remscheid-Lennep zur Schule gegangen ist, war die Stadt auf der Höhe schnell die sportliche Heimat des Jugendlichen.

In diesem Jahr hat der 20-Jährige Abitur gemacht und steht jetzt vor der Aufgabe, die vielen Schulabsolventen Kopfzerbrechen bereitet. "Ich war mir im Frühjahr einfach nicht sicher, was ich beruflich machen soll und was die nächsten Schritte sind", sagt er.

Die Entscheidung, einen Bundesfreiwilligendienst zu absolvieren, hat Marko Alsdorf gemeinsam mit seinen Eltern getroffen. Sie waren direkt begeistert von der Idee, denn ein Jahr auf freiwilliger Basis für einen guten Zweck schule den Charakter und lasse die Zukunft etwas klarer erscheinen.

Obwohl der Handballer seinen Bundesfreiwilligendienst erst im September angetreten hat, weiß er bereits jetzt, was er in Zukunft machen möchte. "Ich will mit Menschen arbeiten und meine Talente, Sport und Organisation, bündeln", sagt er. "Ich würde gerne Sport und Event-Management studieren. Damit fange ich nächstes Jahr an."

Bis es soweit ist, trainiert er die weibliche C-Jugend. Die Mannschaft trainiert drei Mal in der Woche und hat sich schnell an den neuen Trainer gewöhnt. Für den Abiturienten ist die Trainertätigkeit mit den 13- und 14-Jährigen die erste Erfahrung als Leiter einer Mannschaft. Die HSG finanziert ihm den Trainerschein.

Zusammen mit Sylke Juhnke ist er jetzt für die C-Jugend verantwortlich. Die Handballtrainerin hat Marko Alsdorf an seine neuen Aufgaben herangeführt und ist zufrieden mit seiner Arbeit und schätzt seine Zuverlässigkeit. "Manche Trainingseinheiten kann Marko schon komplett übernehmen", sagt sie. "Wir arbeiten eng zusammen und entwickeln die Trainingsabläufe zusammen." In ihrer Zeit bei der HSG hat sie schon mehrere Bundesfreiwillige erlebt. Alle haben ihre Arbeit ernst genommen - trotz geringer Bezahlung. "Für den Verein sind sie eine große Unterstützung und wir hoffen, dass sie viel lernen", sagt Juhnke.

Weil das Handballtraining abends stattfindet, arbeitet Marko Alsdorf vormittags in der Grundschule Stadt. Dort betreut er Kinder oder hilft bei den Hausaufgaben. Dass ihm ein Alltag mit Kindern so viel Spaß macht, hätte Alsdorf nicht gedacht. "Meine Freunde waren total skeptisch am Anfang, aber wir haben alle schnell gemerkt, dass es gut funktioniert", sagt er.

Dass er sich für den Bundesfreiwilligendienst entschieden hat, macht Marko Alsdorf bereits jetzt, in der ersten Hälfte des Jahres, stolz. "Ich habe mich weiterentwickelt, viel gelernt und mein Berufswunsch ist klarer geworden", sagt er. "Darüber freue ich mich." Sein Bruder hat ihn zu diesem Schritt motiviert, denn er war vor zwei Jahren in der gleichen Position in der Marko Alsdorf heute ist.

Wenn das Freiwillige Jahr im September 2018 zu Ende geht, möchte der 20-Jährige weiterhin Trainer der HSG bleiben und vielleicht wieder selber in den aktiven Sport einsteigen. Momentan sei das aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich, denn wie viele Handballspieler hat Marko Alsdorf in seiner Jugend viele Verletzungen erlitten. Der Sport steht bei ihm aber trotzdem an erster Stelle. "Handball ist eine Einstellung zum Leben und ein wichtiges Hobby für mich", sagt er.

Quelle: RP
 
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