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Radevormwald
Freundinnen reisen nach Neuseeland

Radevormwald: Freundinnen reisen nach Neuseeland
Katharina Fennel (r.) und Nadine Bleichert fliegen morgen nach Neuseeland. FOTO: fennel
Radevormwald. Es wird ganz sicher ein Abenteuer: Die beiden Radevormwalderinnen Katharina Fennel und Nadine Bleichert fliegen morgen ans andere Ende der Welt und verbringen dort die nächsten sechs Monate. Damit erfüllen sie sich einen Traum. Von Cristina Segovia-Buendía

Für ein halbes Jahr den Anker lösen, ungezwungen, spontan und abenteuerlustig einen Teil der weiten Welt erkunden: Diesen Traum erfüllen sich die beiden 18-jährigen Radevormwalderinnen Katharina Fennel und ihre beste Freundin Nadine Bleichert. Schon morgen werden sie ihre beschauliche bergische Heimat verlassen und vom Frankfurter Flughafen aus aufbrechen. Ihr Ziel: Neuseeland.

Mit dem Gedanken, für eine längere Zeit zu verreisen, spielte Katharina Fennel schon länger, eigentlich schon seit mehr als zwei Jahren, seit dem sie das erste Mal im Rahmen eines Schüleraustausches für knapp drei Monate in Neuseeland war. "Damals habe ich mich sofort in Land und Leute verliebt und wollte unbedingt noch mal zurück", sagt sie. Die Zeit zwischen Abitur und Studium schien der 18-Jährigen perfekt. "Nach zwölf Jahren Schule kann man sich schon so eine kleine Auszeit gönnen."

Ihre Freundin Nadine Bleichert steckte sie prompt mit ihrer Reiselust an. "Nadine wollte nach dem Abi auch verreisen. So weit weg war sie selbst aber noch nie, also habe ich sie einfach mal gefragt, ob wir nicht gemeinsam fliegen sollten", berichtet sie. Die beiden jungen Frauen kennen sich seit Sandkastentagen, sind gemeinsam durch dick und dünn gegangen und absolvierten im vergangenen Sommer erfolgreich ihr Abitur am Theodor-Heuss-Gymnasium.

Aufgeregt und gespannt auf die kommende Zeit sind beide, "ich glaube aber schon, dass Nadine ein bisschen nervöser ist, weil sie, im Gegensatz zu mir, komplett ins Ungewisse reist", sagt Katharina Fennel. Sie pflegt noch Kontakt zu ihrer neuseeländischen Gastfamilie, wo die beiden jungen Frauen den ersten Monat ihrer Reise verbringen werden.

Bald ist schließlich auch Weihnachten, das Fest der Familie. Wie das wohl sein wird, Weihnachten fernab der eigenen Familie in Neuseeland zu feiern? "Das hatten wir uns auch überlegt", sagt Fennel. "Obwohl uns die Entscheidung nicht schwergefallen ist. Es ist nämlich eine einmalige Erfahrung, ein solches Kulturfest mal bei einer anderen Familie zu verbringen und Weihnachten statt im Schnee mal bei 25 bis 30 Grad im Sommer zu feiern." Den letzten Monat im Jahr werden sie für kleinere Tagesausflüge mit ihrer Gastfamilie und Austauschschülerin nutzen.

"Ab Januar sind wir dann aber alleine unterwegs, mit großem Rucksack und einem kleinen Auto, dass wir uns vor Ort kaufen und umbauen wollen." Im hinteren Teil des Gefährts wollen die beiden Freundinnen kostengünstig auf Campingplätzen übernachten. Die grobe Reiseroute, beispielsweise zum vulkanischen Gebiet, Schauplatz der oscarprämierten Filmtrilogie "Herr der Ringe", ist ebenfalls geplant.

"Wir wollen uns auch den Nationalpark auf der Südinsel anschauen, in den Buchten Kajak fahren, die neuseeländischen Alpen sehen und mit Delfinen schwimmen." Auch von einer faszinierenden Glühwürmchen-Höhle schwärmt die 18-Jährige. Für ihre Reise haben sie lange gespart und in den vergangenen Monaten viel gearbeitet, berichtet Fennel. In Neuseeland wollen sie ihre Reisekasse aber nach Bedarf aufbessern. "Wir haben relativ viel ansparen können, aber vor Ort werden wir uns natürlich auch spontan Jobs suchen und beispielsweise beim Kiwi-Pflücken oder bei der Farm-Arbeit helfen. So kommen wir nicht ganz mit leeren Händen zurück", sagt sie.

Die beiden freuen sich auf tolle Eindrücke, wunderschöne Natur und interessante Menschen. "In Neuseeland ist die Mentalität anders. Die Leute sind entspannter", sagt Katharina Fennel. Sie wünscht sich, ein wenig neuseeländische Gelassenheit aus diesem Abenteuer für ihre Zukunft mitzunehmen. Vermissen, das ist der 18-Jährigen schon jetzt bewusst, "werde ich vor allem Brot und Brötchen. In Neuseeland essen sie nur Weißbrot und Toast. Ein schönes Krustenbrot mit Körnern kennen sie dort nicht." Doch dafür haben sich die beiden abenteuerlustigen Freundinnen schon etwas überlegt: "Wir nehmen ein paar Rezepte mit und versuchen, uns unser Brot dort mal selber zu backen."

Quelle: RP
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