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Kommentar
Frischer Wind in der Stadt

Radevormwald. Ein Jahr ist Johannes Mans jetzt Bürgermeister. Er war vor 14 Monaten wie Phönix aus der Asche aufgestiegen. Sein Wahlprogramm, nicht aus Rade zu sein, zog. Im vergangenen Jahr hat sich Mans bei den Bürgern viel Anerkennung erworben. Er hat frischen Wind in die Stadt gebracht. Seine offene Art wird akzeptiert, scheinbar auch von Kommunalpolitikern. Schwierig wird es sein, den Präsenz-Marathon beizubehalten. Manchmal ist schon ein erstes Murren zu vernehmen, wenn Mans nicht persönlich erscheint. Der 58-Jährige setzt hohe Erwartungen.

Auch das Rathaus hat er durcheinandergewirbelt. Sein Ziel und Auftrag der Wähler: eine effektivere Verwaltung. Zu einem guten Erfolg führen kann dieser Prozess nur, wenn Mans die Offenheit, die er den Bürgern gegenüber bringt, auch seinen Mitarbeitern gegenüber zeigt. Ohne deren Mitnahme können schmerzliche Veränderungen keine positiven Ergebnisse bringen. Aber: In Sitzungen wird immer noch viel ge(zer)redet, der Ton ist in den meisten Fällen moderater geworden. Der Eindruck ist, dass oft zielgerichteter gearbeitet wird - siehe Einführung der Sekundarschule und Pläne für die Grundschule Stadt. Angesichts der klammen Haushaltskasse steht dem nun nicht mehr neuen Bürgermeister mit Sicherheit kein leichteres zweites Amtsjahr bevor.

wolfgang.scholl@bergische-morgenpost.de

Quelle: RP
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