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Radevormwald
Frühjahrsputz ohne böse Nebenwirkungen

Radevormwald. Verbraucher sollten auf Warnhinweise und Piktogramme auf den Etiketten von Chemikalien achten.

In vielen Haushalten auch in Radevormwald wird zurzeit geschrubbt, geputzt und gebohnert. Das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises gibt deshalb pünktlich zum Frühjahrsputz wichtige Tipps zum sicheren Umgang mit Haushalts-Chemikalien. "Zum verantwortungsvollen Umgang mit Chemikalien im Haushalt gehört es, auf die Warnhinweise und Piktogramme auf dem Etikett zu achten", sagt Amtsapothekerin Silke Schmidt.

Haushalts-Chemikalien wie Backofenspray, Desinfektionsmittel, Entkalker, Rostentferner oder Lacke können für die Gesundheit und die Umwelt gefährlich sein. Sie sollten deshalb entsprechend gekennzeichnet werden. Um insbesondere Kleinkinder vor Vergiftungen zu schützen, müssen Behälter von giftigen oder ätzenden Chemikalien oder solchen, die zu Lungenschäden führen können, einen kindergesicherten Verschluss haben.

Die Amtsapothekerin empfiehlt für den sicheren Umgang mit Haushalts-Chemikalien: Gefahren- und Sicherheitshinweise auf dem Etikett beachten, Verpackungen immer ordnungsgemäß verschließen, Reinigungsmittel außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren, Reinigungsmittel in keinem Fall in Getränkeflaschen umfüllen, denn sonst können diese mit Lebensmitteln verwechselt werden, Wasch- und Reinigungsmittel sparsam und gemäß Dosierempfehlung verwenden sowie Hygiene im Haushalt statt chemischer Keule. Lappen und Tücher sollte man gut trocknen lassen, regelmäßig waschen oder austauschen.

Informationen über Reinigungsmittel im Haushalt erhalten Radevormwalder über das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Hotline: Tel. 0211 837-1924, montags bis freitags, 8 bis 18 Uhr. Außerdem gibt es den Flyer "Chemie im Haushalt: Putzmittel und Co" zum kostenlosen Download. Sollte jemand den Verdacht haben, dass Verpackung oder Kennzeichnung von Putzmitteln nicht in Ordnung sind, können diese Produkte dort gemeldet werden.

"Bei Kontrollen sind immer wieder gefährliche Haushalts-Chemikalien aufgefallen, bei denen die Kennzeichnung fehlerhaft war oder der kindergesicherte Verschluss nicht einwandfrei funktionierte oder fehlte", sagt Silke Schmidt. "Daher haben einige europäische Länder ein Pilotprojekt durchgeführt." Erste Auswertungen zeigen, dass etwa ein Drittel der in NRW überprüften Produkte Mängel bei den Verpackungen aufwiesen. Die Ergebnisse aller 15 Staaten werden im Sommer veröffentlicht.

Auch in diesem Jahr werden die Behörden in NRW wieder Haushalts- und Heimwerkerchemikalien sowie Schädlingsbekämpfungsmittel bei Herstellern, Importeuren, Großhändlern und im Einzelhandel prüfen. Zudem wird NRW sich an drei europäischen Chemikalien-Überwachungsprojekten beteiligen, um sicherzustellen, dass verbotene Stoffe nicht verwendet werden, dass zulassungspflichtige Stoffe nur von zugelassenen Betrieben verwendet werden und dass die Werbung für Chemikalien den Vorschriften entspricht.

(rue)
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