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Radevormwald
Fünftklässler treffen sich an der Hermannstraße

Radevormwald. 80 der 105 Fünftklässler der Sekundarschule kamen. Auch das Gymnasium hatte zum Kennenlern-Treffen geladen. Von Flora Treiber

Die Aufregung war groß, als sich die ersten Fünftklässler der Sekundarschule am Mittwoch auf dem Schulhof der Geschwister-Scholl-Schule an der Hermannstraße trafen. Manche steuerten direkt auf ihre Freunde aus der Grundschule zu, andere blieben in der Nähe ihrer Eltern und gewöhnten sich langsam an die vielen neuen Gesichter und Eindrücke.

Von den 105 angemeldeten Schülern waren 25 nicht gekommen. Der Kennenlern-Tag für die Schüler und Eltern war die erste Veranstaltung, die aus der theoretischen Sekundarschule eine wahrhaftige, lebendige Gemeinschaft macht, bei der erstmals das Gefühl von Schule aufkam. Der bisher nur von Pädagogen, Wissenschaftlern und Eltern gestaltete Rahmen wurde mit Leben, mit Schülern gefüllt.

Britta Knorz, Verantwortliche der Stadt, und Stephanie Breitbarth, Mitarbeiterin des Organisatorenteams der Uni Essen/Duisburg, verteilten Namensschilder und hießen die Schüler zu dem Kennenlernen willkommen.

Sandra Bretsch begleitete ihre Tochter Finja. Beide waren gespannt auf den Nachmittag und blicken dem Start der neuen Sekundarschule entspannt entgegen. "Die Kinder freuen sich auf den Neuanfang und haben keine Berührungsängste. Ich habe meiner Tochter das so erklärt, dass sie und ihre Mitschüler Pioniere der neuen Schule sind. Das finden sie ganz toll", sagte die Mutter.

Die zehnjährige Finja hat am Mittwoch schnell Anschluss gefunden und sich bei den Kennenlernspielen mit eingebracht. Moritz ging das nicht anders. "Mein Sohn wird sich gut einleben", sagte seine Mutter, Bettina Courtz. Sie ist froh, dass sie viele Eltern bereits aus Krabbelgruppe, Kindergarten oder Grundschule kennt. "Rade ist klein, und das macht sich an dieser Stelle bezahlt. Der Zusammenhalt der Eltern ist mindestens genauso wichtig wie ein gutes Klassenklima", ergänzte sie. Während die Kinder in ihre Klassen eingeteilt wurden, konnten sich die Eltern im Café unterhalten und den kommissarischen Schuleiter Marcel Schnürer sowie den Schulentwickler- und Berater Heinz Gniostko zu dem Start der Schule befragen. "Uns wurden viele Hoffnungen gemacht. Ich hoffe, dass sich diese auch erfüllen und nicht an finanziellen oder personellen Mitteln scheitern", sagte Bettina Courtz. "Wir haben hohe Erwartungen", sagte auch Sandra Bretsch. Magdalena Spieker und ihr Sohn Fabian-Jason fanden es schade, am Mittwoch noch keine Lehrer kennenzulernen. "Ich dachte, die Klassenlehrer könnten wir heute kennenlernen. Die sind als Bezugs- und Vertrauensperson wichtig", sagte die Mutter. Das Einstellungsverfahren der Lehrer läuft allerdings noch und die Kinder werden ihre Klassenlehrer wahrscheinlich erst am ersten Schultag kennenlernen.

Die Betreuung der Schüler übernahmen am Mittwoch Pädagogen des Organisatorenteams. Die Klassenaufteilung sorgte auch für Gesprächsstoff. "Es gibt vier Klassen, von A bis D. Wir haben versucht, die Wünsche der Kinder zu berücksichtigen und sie mit ihren besten Freunden in einer Klasse unterzubringen", sagte Stephanie Breitbarth. "Ich dachte, es waren fünf kleinere Klassen geplant, aber am wichtigsten ist, dass die Kinder sich wohlfühlen. Ich bin entspannt", sagte Magdalena Spieker.

Am Ende des Nachmittages ließen die neuen Fünftklässler gemeinsam mit den Fünftklässlern ihrer Partnerschule, dem Theodor-Heuss-Gymnasium (THG), Luftballons steigen. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden bestärkte auch der Auftritt des THG-Orchesters unter der Leitung von Claudia Scheibner.

Quelle: RP
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