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Radevormwald
Für Frank Rolle ist Posaunenchor sein "persönlicher Spielplatz"

Radevormwald. Seit 40 Jahren hält Frank Rolle dem Posaunenchor der Martinigemeinde die Treue. Seine Leidenschaft für Musik entdeckte er früh, als er Blockflöte an der Volkshochschule lernte. "Als die Kurse endeten, fing ich an, die Musik zu vermissen", sagt der 53-Jährige. Bei seinem Schulfreund Harald stieß er kurze Zeit später auf ein Waldhorn. "Ich habe mir das Instrument geschnappt und versucht, zu spielen. Ich habe sogar einen Ton rausbekommen." Von Flora Treiber

Nach dieser Erfahrung lernte er als Elfjähriger unter der Leitung von Christoph Nickisch, Trompete zu blasen und ist bis heute von diesem Instrument begeistert. Bis zu seinem ersten Auftritt mit dem Posaunenchor vergingen zwei Jahre. "Ich habe fleißig geübt und sehr schnell viel gelernt. Die Musik hat mich gepackt", sagt er.

An sein erstes Konzert am Ostersonntag 1975 erinnert er sich noch gut. "Ich war sehr aufgeregt, aber es hat alles gut funktioniert. Danach war ich sehr stolz, und meine Eltern auch."

Seitdem hat er an vielen Gottesdiensten sowie Weihnachts- und Adventskonzerten mitgewirkt. Das jüngste Adventskonzert war aus persönlichen Gründen eines der wichtigsten für ihn. "Dieses Konzert werde ich niemals vergessen. Es hat mich sehr bewegt."

Manfred und Rosemarie Zeitschner leiten den Posaunenchor seit mehreren Jahrzehnten und sind stolz auf langjährige Mitglieder wie Frank Rolle. "Er ist der beste Mann der ersten Trompete und bleibt uns hoffentlich noch lange erhalten. Wir sind ihm dankbar", sagt Manfred Zeitschner. Er ehrte Rolle jetzt bei der Versammlung des Chores.

"Für mich ist der Chor eine zweite Familie", sagt Rolle, der solange musizieren will, wie es seine Gesundheit zulässt. "Das ist wie eine Ehe für mich. Solange, bis der Tod uns scheidet." Der Diplomfinanzwirt beschreibt den Chor als seinen persönlichen Spielplatz. "Dort kann ich mein Hobby ausleben und mich kreativ entfalten. Ich bin denjenigen dankbar, die den Chor über die ganzen Jahre aufrecht erhalten haben. Das ist nicht selbstverständlich."

Neben Gottesdiensten und dem Adventskonzert bläst der Chor viele Geburtstagsständchen für Gemeindemitglieder. "Das ist eine unserer Hauptaufgaben", sagt Zeitschner. Der 75-Jährige musiziert seit 61 Jahren für den Chor und gehört damit, dicht gefolgt von Christoph Nickisch, Klaus Völzke und Rosemarie Zeitschner, zu den ältesten Chormitgliedern. Momentan besteht der Posaunenchor aus 20 Musikern im Alter zwischen 15 und 75 Jahren.

Quelle: RP
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