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Radevormwald
Fußgängerbrücken werden saniert

Radevormwald. Eine zeitweilige Baustellenampel und ein Gerüst weisen darauf hin, dass die beiden Geh- und Radwegbrücken Am Springel und Am Gaswerk saniert werden. Der Landesbetrieb Straßen.NRW ist federführend, die Stadt zahlt ihren Anteil. Von Wolfgang Scholl

Die Stadt ist seit gestern um eine Baustelle reicher. Die Fußgängerbrücke, die die Straßen Im Springel und Weststraße mit den Straßen Karl-Goerdeler-Straße und Am Gaswerk verbindet, muss saniert werden. Die Brücke wird auch als Radweg über die Bundesstraße 229 genutzt.

Im vergangenen Jahr hatte es entlang der B 229 (Westfalenstraße) einen größeren Gründschnitt mit Untersuchung der Brücken und Lärmschutzwände gegeben. Dabei war herausgekommen, dass nach etwa 30 Jahren einiges getan werden muss. "Die Untersuchungen haben ergeben, dass die Arbeiten an den Lärmschutzwänden nicht so umfangreich sind. Dafür müssen wir aber an den beiden Brücken etwas tun. Sie müssen nach drei Jahrzehnten überarbeitet werden", sagt Eugen Rogalski, der bei der Niederlassung des Landesbetriebs Straßen.NRW in Gummersbach die Arbeiten koordiniert.

Nach einigen Grünschnitt-Vorarbeiten (fünf Tannen werden gefällt) haben die eigentlichen Arbeiten gestern Morgen begonnen. Zeitweilig muss mit einspuriger Verkehrsführung gerechnet werden. Gestern hieß es, dass die Straße heute wohl einmal kurzzeitig gesperrt werden muss.

In den nächsten Wochen bis Ende Oktober wird vor allem an den beiden Brücken gearbeitet. "Jeweils eine Brücke wird wechselseitig offen bleiben", sagte gestern Eugen Rogalski. Eingeplant sind etwa acht Wochen Arbeitszeit für die Brücken, fünf Wochen für Im Springel und drei Wochen für Am Gaswerk (Verbindung zur Linden-/Gartenstraße). Für die Arbeiten müssen die Brücken komplett eingerüstet werden. Gearbeitet wird in den kommenden Wochen unter anderem am Geländer. "Sie entsprechen nicht mehr den heutigen Gesetzesanforderungen und müssen auf 1,30 Meter erhöht werden", sagt der Baukoordinator. Festgestellt worden ist bei der Prüfung auch, dass es an einer der beiden 1985 gebauten Brücken einen kleineren Lagerschaden gibt. Zweite Baustelle sind die Beläge auf den Radwegen und auch an den Treppenanlagen. Die obere Schicht ist an zahlreichen Stellen verschlissen und muss großflächig erneuert werden. Dazu kommen Schäden an verschiedenen Betonteilen. Deshalb sind auch die Rampen zu den Brücken genau untersucht worden, sie werden komplett saniert. Um weiteren Schäden vorzubeugen, wird auch die Entwässerung der beiden Brücken auf Stand gebracht. "Die Brücken werden später wieder in einem Zustand wie neu sein", sagt Eugen Rogalski. Gearbeitet wird aber auch an einigen Stellen der Lärmschutzwände. Wo Stücke abgebrochen sind, wird erneuert, wo sich im Laufe der Jahre Risse gebildet haben, werden die gefüllt, damit keine weiteren Schäden entstehen können.

"Die Kostenverteilung der Arbeiten regelt sich nach dem Bundesfernstraßen-Gesetz", erklärt Ulrich Dippel, Leiter des Technischen Bauamtes Rade. Demnach ist der Landesbetrieb für die Konstruktion der Brücken zuständig, die Stadt für das Geländer und die Bodenoberfläche der Brücken. Nach den bisherigen Erkenntnissen werden die Kosten für die Stadt Radevormwald auf etwa 130.000 Euro geschätzt.

Quelle: RP
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