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Radevormwald
Gärten erwachen aus dem Winterschlaf

Radevormwald: Gärten erwachen aus dem Winterschlaf
Gerhard Nikisch ist seit vielen Jahren mit Herz und Seele Kleingärtner. Sein grünes Reich hat er in der Anlage am Hagebuch an der Hermannstraße. FOTO: Jürgen Moll (Archiv)
Radevormwald. Jetzt beginnt die arbeitsintensive Zeit für viele Hobbygärtner. Die Gärtner in den beiden Anlagen am Hagebuch und am Jung-Stilling-Weg pflegen ihre Beete und Pflanzen und kümmern sich auch um die Wege und Gemeinschaftsflächen. Von Flora Treiber

Sobald der Frost von intensiven Sonnenstrahlen vertrieben wird, fängt die arbeitsintensivste Zeit für die Kleingärtner aus Radevormwald an. Antonio Nese, erster Vorsitzender des Kleingärtnervereins, freut sich auf die Renovierungsarbeiten. "Das ist ein Hobby, dem wir alle mit großer Begeisterung nachgehen", sagt er. Er hat sich vorgenommen, die Lauben zu reparieren und auf ihre Schwachstellen zu überprüfen. "Außerdem räumen wir die Wege auf und gleichen Unebenheiten aus, falls welche über den Winter entstanden sind." Weil der Winter ruhig war, ist wenig in den Kleingartenanlagen im Hagebuch und am Jung-Stilling-Weg kaputt gegangen.

Gerhard Nikisch hat seinen Garten in der Kleingartenanlage Hagebuch bereits seit über 40 Jahren. Die wichtigste Arbeit im Frühjahr ist für ihn die Pflege des Bodens, damit alle Pflanzen gut wachsen können und mit allen wichtigen Nährstoffe versorgt werden. "Wenn es nicht mehr friert, fange ich an, den Boden umzugraben. Das ist wichtig, um den Pflanzen neue Kraft zu geben. Es ist die Aufgabe von Kleingärtnern, sich darum zu kümmern, dass sich alle Pflanzen gut entwickeln", sagt der 78-jährige. Damit der Boden die richtige Menge an Nährstoffen an die Pflanzen abgibt, ist die richtige Düngung und die Zufuhr von Kalk notwendig.

Typische Frühjahrsarbeiten sind neben Aufräum- und Bodenarbeiten auch das Zurückschneiden von Obstbäumen und das Setzen von Zwiebeln. "Ich setze zudem dicke Bohnen. Je früher die in die Erde kommen, desto weniger Läuse befallen sie", rät Nickisch. Damit seine Kleingartenoase pünktlich zum Frühling wieder strahlt, wird er seinem Jägerzaun einen neuen Anstrich geben. Auch die Gewächshäuser werden jetzt um Ostern fertiggemacht.

Für Gärtner im Bergischen Land sind sie äußerst wichtig. "Viele Pflanzen halten dem rauen Wetter nicht stand und brauchen den Schutz eines Gewächshauses", sagt Nikisch. Gurken oder Tomaten sind für Gärtner in Radevormwald typische Gewächshauspflanzen.

Von den knapp 80 Gärten, die der Verein an Mitglieder verkauft oder vermietet hat, sind in diesem Frühjahr alle belegt. "Die Nachfrage ist groß. Wer sich für einen Garten interessiert, kann passives Mitglied werden und sich auf eine Warteliste setzen lassen", sagt der erste Vorsitzende.

Die Kleingärten werden besonders im Sommer zum Treffpunkt vieler Familien. "Toll ist, dass so viele Nationen und Kulturen vertreten sind. Wir sind eine Multikultigemeinschaft", sagt Nickisch. Mit seinen Nachbarn tauscht er immer wieder Pflanzen oder Rezepte aus, die diese aus ihrer Heimat mitgebracht haben. "Das ist sehr spannend, man lernt viel voneinander. Das ist ein großer Vorteil unseres Vereins." Sobald die Grill-Saison startet, sind die beiden Anlagen des Vereins noch mehr belebt.

Quelle: RP
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