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Der Heisse Draht
Gefährliche Überquerungshilfe

Der Heisse Draht: Gefährliche Überquerungshilfe
Gerd Dürholt an der Überquerungshilfe Hohenfuhrstraße. Die von links kommenden Fahrzeuge sind nur schwer zu sehen. FOTO: Michael Schütz
Radevormwald. Sichtprobleme an der neu installierten Überquerungshilfe vor "Hasenburg" sorgen für Probleme.

Radevormwald (wos) Auf eine für Fußgänger und besonders für ältere Fußgänger schwierige und gefährliche Situation in der Innenstadt macht BM-Leser Gerd Dürholt aufmerksam. An der Kurve von der Uelfestraße zur Hohenfuhrstraße (um das Haus der Gaststätte Hasenburg) gibt es große Sichtprobleme an der im Zuge der Innenstadtumgestaltung vor einigen Wochen neu installierten Überquerungshilfe.

"Wenn man sich an die Straße stellt, um sie in Richtung Wellershaus zur Kaiserstraße hin zu überqueren, kann man nicht sehen, ob von links ein Pkw, Lkw oder Motorrad kommt", sagt Gerd Dürholt. Erst, wenn man sich etwa einen Meter auf die Straße bewegt, hat man einen freien Blick. Der 75-Jährige habe schon mehrfach beobachtet, dass Fußgänger an dieser Stelle wieder zurückgesprungen sind, weil sie plötzlich Autos auf sich zukommen sahen. Ein Motorradfahrer habe einem Fußgänger ausweichen müssen und sei fast auf der noch nicht bepflanzen Zwischen-Insel gelandet. "Das Problem ist, dass der Gehweg an dieser Stelle bei der Umgestaltung der Innenstadt schmaler geworden ist und sich dadurch die Sicht durch die Hausecke verändert hat", sagt Dürholt, der den Weg täglich zum Seniorenzentrum Uelfestraße benutzt.

Festgestellt hat er auch, dass das Problem 1,30 bis 1,50 Meter neben der Überquerungshilfe gelöst ist. "Wenn man diese Schritte zur Seite tritt, dann hat man freie Sicht auf den Bereich bis zur Poststraße", sagt Dürholt. Das sei aber sicherlich nicht der Sinn der Aktion. Es gebe Leute, die aber diesen längeren, vielleicht sichereren Weg zur Mitte der Überquerung nähmen. Ältere, gehbehinderte Passanten, oder solche mit einem Rollator, könnten das nicht machen. Wer an der Stelle steht, erkennt auch die Unsicherheit einiger motorisierter Verkehrsteilnehmer. Viele rechen nicht damit, wenn sie zum Kreisverkehr fahren, dass sie beim Passieren der Kurve auf eine Überquerungshilfe achten müssen.

Auch Wolf-Rainer Winterhagen, der Vorsitzende des Seniorenbeirats, ist schon auf diese Stelle angesprochen worden. "Wir werden diese Stelle beim nächsten Gespräch mit der Stadtverwaltung auf die Tagesordnung setzen", sagt er.

Auf diese Lage angesprochen, sagt Christoph Grimlowski vom Ordnungsamt der Stadt, dass es an dieser Stelle eine Temporeduzierung auf 30 km/h gibt. Ein Schild stehe etwa 100 Meter vor der Kurve. Ulrich Dippel vom Technischen Bauamt sieht Nachbesserungsbedarf, weil das Tempo-30-Schild an der Hauswand nur schwer zu erkennen ist. Ob es einen Hinweis auf die Überquerungshilfe geben könne, dass müsse im Rathaus erst geprüft werden, sagt Christoph Grimlowski.

Ulrich Dippel berichtet, dass die Mittelinsel der Überquerungshilfe im Zuge der Arbeiten verbreitert und der Gehweg im Gegenzug schmaler geworden ist. Dadurch behindert die Ecke des Hauses die freie Sicht. Der schmalere Gehweg sei nötig geworden, damit die Lkw ausreichend Platz für ihre Schleppkurve zur Uelfestraße haben.

Er sei auf diese Sichtbehinderung persönlich noch nicht angesprochen worden. "Wir werden uns dieses Themas jetzt aber annehmen und einen gemeinsamen Begehungstermin mit dem Ordnungsamt ansetzen", sagt Dippel.

Quelle: RP
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