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Radevormwald
Geldstrafe und Fahrverbot für Unfallfahrt unter Drogen

Radevormwald. Vor dem Strafrichter in Wipperfürth noch einmal glimpflich davon kam ein 21-jähriger Mann aus Ennepetal, der an einem Abend im August des vergangenen Jahres auf der B 483 in Rade einen Unfall verursacht hatte. Dabei erlitt ein Motorradfahrer schwere Verletzungen, unter anderem neben zahlreichen Prellungen einen komplizierten Armbruch. Der 21-jährige Autofahrer blieb unverletzt. Bei der medizinischen Untersuchung nach der Karambolage hatte sich herausgestellt, dass er Spuren von Cannabis im Blut hatte, allerdings in geringer Menge. Von Brigitte Neuschäfer

Bei der Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht ging es nun darum, ob der Fahrfehler und damit die Gefährdung des Straßenverkehrs letztlich auf den Einfluss der Droge zurückzuführen war. Der Angeklagte bestritt das. Den Joint habe er schon am Vortag geraucht, also nicht unmittelbar vor Antritt der Fahrt. Am Tag selbst sei er mit Freunden an der Bever gewesen und habe dort kein Marihuana konsumiert. Auf der Rückfahrt nach Hause über die Bundesstraße in Richtung Schwelm habe er dann am frühen Abend erst spät einen Wegweiser gesehen und stark abgebremst, um ihm noch folgen und nach rechts abbiegen zu können. Das Bremsmanöver war so heftig ausgefallen, dass ein nachfolgender Motorradfahrer nicht mehr rechtzeitig reagieren konnte. Er fuhr auf das Auto des 21-Jährigen auf und erlitt dabei die Verletzungen.

Letztlich sei es dem jungen Angeklagten, der noch in der Ausbildung ist, nicht nachzuweisen, dass es durch seinen Haschisch-Konsum zu dem Unfall gekommen sei, bewertete der Richter den Sachverhalt. Er verurteilte den 21-Jährigen zu einer Geldstrafe von 600 Euro und zu einem Monat Fahrverbot. Nach dem Unfall hatte der Mann seinen Führerschein trotz der im Blut nachgewiesenen Droge behalten dürfen.

"Ich kann Ihnen nur raten, die Finger in Zukunft ganz von dem Zeug zu lassen", gab der Richter dem 21-Jährigen noch mit auf den Weg. Der hatte zuvor auf Nachfragen eingeräumt, dass er nach wie vor gelegentlich Marihuana rauche und hinzugefügt: "Ich kann das aber trennen. Wenn ich Auto fahre, konsumiere ich nichts."

Bei der Unfallfahrt im August hatte es mit der "Trennung" offenbar nicht so ganz geklappt.

Quelle: RP
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