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Thomas Fellow
Gemeinsame Experimente im Chemie-Baukasten

Radevormwald. Das Duo Friend'n Fellow ist vor 20 Jahren zum ersten Mal und der Katt aufgetreten und kommt seither regelmäßig.

Wermelskirchen Am Freitag findet wieder einmal ein Auftritt von Friend'n Fellow in der Katt statt. Im Interview spricht Thomas Fellow unter anderem über Richard Strauss und die Wermelskirchener Frauen.

Herr Fellow, hat es schon mal eine Zeit gegeben, als Ihnen die Gitarre über war?

Fellow Ich versuche mir den Luxus zu gönnen, die Gitarre zu Hause nur dann zur Hand zu nehmen, wenn ich wirklich Lust darauf habe. Das darf ich meinen Studenten natürlich nicht erzählen. Aber da ich selbst während meiner Sturm-und-Drang-Zeit oft etliche Stunden am Tag am Instrument verbracht habe, kann ich es jetzt auch mal ruhiger angehen lassen. Und sollte ich mal keine Lust auf die Gitarre haben, wenn ich gerade zum Konzert auf die Bühne muss - dann lasse ich mir einfach nichts anmerken.

Was hätten Sie gemacht, wenn Sie niemals eine Gitarre in die Finger bekommen hätten?

Fellow Dann hätte ich jetzt wohl kurze Fingernägel an der rechten Hand. Aber da ich bereits im Alter von sieben Jahren mit dem Instrument in Berührung kam, kann ich mir mich ohne Gitarre gar nicht so recht vorstellen.

Sie sind regelmäßig im Bergischen zu Gast - fühlen Sie sich hier wohl?

Fellow Wermelskirchen ist im Grunde schon ein zweites Zuhause geworden im Laufe der letzten Jahre. Jahrzehnte kann man sagen, denn unser erstes Konzert hier liegt nun fast 20 Jahre zurück. Die Gegend ist ausgesprochen schön, das Publikum sehr aufmerksam und energievoll. Auch die Schönheit der Frauen hier wird ja international gewürdigt - was will man mehr. Unser (fast) alljährliches Januar-Konzert in der Katt ist fast schon legendär. In diesem Jahr ist es eben mal im Oktober.

Welcher Gitarrist ist Ihr absolutes Vorbild?

Fellow Das habe ich nicht wirklich, dafür interessiere ich mich für zu viel unterschiedliche Musik von Rock über Jazz bis hin zu Richard Strauss. Wäre Richard Strauss Gitarrist gewesen.

Wie haben Sie eigentlich Constanze Friend getroffen?

Fellow Es gab damals eine zusammengewürfelte Band in Leipzig - nur für ein einziges Konzert, denn die Zusammenstellung mit zwei Gitarren, Bass, Piano und drei Sängerinnen war abenteuerlich. Aber Constanze und ich haben überlebt.

Was macht sie zu einer so besonderen Sängerin?

Fellow Alles! Ihre Stimme und ihre Art zu singen ist unvergleichlich. Zudem - um mit Saint-Exupéry zu sprechen: Die Zeit, die ich für meine Sängerin gegeben habe, sie macht meine Sängerin so wertvoll!

Und was macht ihre Chemie aus, wenn Sie zusammen spielen?

Fellow Da müssen Sie einen Chemiker fragen. Ich merke nur die Energie und höre und fühle das Ergebnis.

Auf was dürfen sich die Katt-Besucher am Freitag freuen?

Fellow Auf eine besondere Sängerin ebenso wie auf einen Gitarristen, der an dem Abend Lust auf die Gitarre hat. Und gemeinsam experimentieren wir mit dem Chemie-Baukasten.

Das Interview führte Wolfgang Weitzdörfer

Quelle: RP
 
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