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Radevormwald
Gesang und Tanz - Versuch des MGV Hahnenberg mit wenig Erfolg

Radevormwald: Gesang und Tanz - Versuch des MGV Hahnenberg mit wenig Erfolg
Weniger Chor- und Tanzfreunde als erwünscht kamen am Samstagabend in die Aula der Grundschule Stadt zum MGV. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Es war als Experiment angesetzt, ein Herbstkonzert kombiniert mit einem Tanzvergnügen. Die Tanzflächen gab es in der Aula der Grundschule Stadt genügend, doch wurde leider diese vermehrt aus den eigenen Reihen genutzt. Der MGV Hahnenberg hatte sich mutig aufgestellt, etwas Neues ins gesellschaftliche Leben der Bergstadt einzubringen. Von Sigrid Hedderich

Leider wurde das Angebot bei weitem nicht so angenommen, wie es der Aufwand verdient gehabt hätte. An den Tischen saßen zum größten Teil nur die direkten Angehörigen der Sänger, die es sich nicht nehmen ließen, ihre schönen Stimmen zu erheben. Thomas Dietz, Pressesprecher des MGV, hatte im Vorfeld versprochen, dass nicht nur das Tanzen als Neuerung zu beachten sei, die Besucher dürften sich auch auf neue Gesangsstücke freuen. Und er hielt Wort. Gleich nach der Begrüßung durch Rainer Meskendahl erhob Chorleiter Frank Scholzen den Taktstock zum Einsatz von "One way wind" von Arnold Muehren. Hier kam in den ersten Takten die gewohnte Chorharmonie voll zum Tragen, der Wohlklang des Stückes hätte nicht einladender sein können. Dann kam die erste "Hürde", die der Chor mit einer sympathischen jungen Sängerin im Gespann nahm. "Kann es wirklich Liebe sein", das bekannte Lied aus "König der Löwen", wurde teils als Solo von Carmen Falk, teils gemeinsam mit dem Chor gesungen. Ein kräftiger Applaus war den Akteuren sicher. Die Sängerin bildet mit Ehemann Daniel Falk das Duo "100 Prozent". Beide hatten als Gast den Saxofonisten Ean Gidman mitgebracht. Dieser zeichnete sich hervorragend durch seine Spontaneität aus. Mit seinem großen Instrument wanderte er quer durch die Tischreihen, um den Liedern eine persönliche Note zu geben. Den Gästen gefiel dies, sie klatschten mit oder wagten letztlich doch ein Tänzchen.

"Stimmung bieten ist hier das Wichtigste", sagte Carmen Falk. Mit bekannten Songs von Helene Fischer brach sie das "Eis", nachdem der Chor die Bühne verlassen hatte. Später trat der Gastgeber erneut auf, um gesanglich an Udo Jürgens zu erinnern. "Mit 66 Jahren" war ein Lied, das neu für diesen Abend einstudiert war. "Wir probieren gerne mal etwas Neues aus und sind für Hits immer offen", sagte Thomas Dietz. Er selber bevorzugt neuere Stücke und hält zu älteren Liederheften lieber etwas Abstand. "Bei der Auswahl gab es keine Diskussionen. Wir stehen zu den modernen Stücken", sagte er. Eine ausgiebige Probe mit "100 Prozent" habe es nicht gegeben. "Nur ein kurzes Einsingen", erklärten beide Seiten.

Nach dem zweiten MGV-Liedervortrag konnte sich das Ehepaar samt Saxofonisten musikalisch austoben. Mit 230 Gesangs- und 80 Instrumentaltiteln waren sie bestens ausgestattet. Die Besucher äußerten Musikwünsche, die sie erfüllten. "Ein schöner Abend und endlich Gelegenheit zu tanzen" meinte Besucher Rudolf Scheider. Er stand mit seiner Begeisterung vermutlich nicht alleine da, doch hatte die Einladung letztlich nur wenig Gehör in der Öffentlichkeit gefunden.

Quelle: RP
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