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Radevormwald
Geschichtsverein stellt die Weichen für das neue Jahr

Radevormwald. Auf der Jahreshauptversammlung gab es ein positives Fazit. Zwei Jubiläen stehen 2016 im Mittelpunkt der Aktivitäten.

Am Freitagabend trafen sich die Mitglieder des Bergischen Geschichtsvereins, Abteilung Radevormwald, im Bürgerhaus zu ihrer Jahreshauptversammlung.

Der erste Vorsitzende, Ulrich Haldenwang, berichtete über die Aktivitäten des vergangenen Jahres und die geplanten Veranstaltungen für 2016. Insgesamt konnte Ulrich Haldenwang nur Positives über die Vereinsarbeit des abgelaufenen Jahres berichten. Die Mitgliederzahl erhöhte sich um eine Person, die Kasse konnte einen Einnahmenüberschuss verzeichnen und auch das Vereinsvermögen lässt keine Sorgen für die Zukunft aufkommen.

Die positiven Ergebnisse waren dann auch der Grund für die einstimmige Entlastung des Vorstandes und der Schatzmeisterin.

Auch für das Jahr 2016 sind wieder etliche Aktivitäten geplant. Vortragsabende, Tagesfahrten und eine Fahrradtour sind rund um das Hauptereignis des Jahres geplant. Der Festvortrag zum 700-jährigen Stadtjubiläum und auch der 70. Jahrestag der Abteilungsgründung stehen 2016 im Vordergrund - nicht zuletzt, weil der Verein dazu ein in dreijähriger Arbeit entstandenes Buch über die Geschichte der Stadt herausgebracht hat.

Abgerundet wurde die Versammlung durch den Vortrag von Wolfgang Motte, der über das Thema "Als die Dornseifs nach Radevormwald kamen", referierte.

Er konzentrierte sich in seinem Vortrag darauf, warum diese Familie und viele anderen in der Mitte des 19. Jahrhunderts aus Frankenberg, das damals zu Kurhessen gehörte, ins deutlich reichere Radevormwald zogen. Neben den sechs Geschwistern der Familie Dornseif kamen auch andere Familien, deren Namen noch heute in der Stadt bekannt sind. Wolfgang Motte erwähnte dabei Einwanderer wie den Schuster Johann Reinbott oder den Schlosser Johann Heinrich Schwaner. Die Geschichten, wie schwer es Zugezogene wie Ulrich Dornseif hatten, beeindruckte die Zuhörer. Um heiraten zu können, musste dieser beispielsweise die Zustimmung der Innung, des Gewerberates und des Bürgermeisters einholen, da er es beim Umzug versäumt hatte, seinen Austritt aus dem kurhessischen Untertanenverband zu beantragen.

Auch für Besuchsreisen von Radevormwald ins heimatliche Frankenberg mussten Anträge gestellt und die Reisen in ein Wanderbuch eingetragen werden, was für die Zuhörer des Vortrages unerklärlich war. "Man muss bedenken, dass das zum damaligen Zeitpunkt Ausland war", erläuterte Wolfgang Motte den interessierten Zuhörern.

(gede)
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