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Radevormwald
Geschichtsverein und IG Bismarck haben neue Ideen für Leader

Radevormwald: Geschichtsverein und IG Bismarck haben neue Ideen für Leader
Der Verein Wuppertrail hat mit Hilfe des Leaderförderprogramms behindertengerechte Draisinen angeschafft. FOTO: Joachim Rüttgen
Radevormwald. Die Ortsgruppe des Bergischen Geschichtsvereins und die IG Bismarck haben am Montag an dem Infoabend von Leader, einem europäischen Förderprogramm mit dem Ziel ländliche Gebiete zu stärken und zu entwickeln, teilgenommen. Von Flora Treiber

In den letzten beiden Jahren gab es bereits vier vergleichbare Veranstaltungen in Radevormwald, weswegen die Resonanz am Montagabend klein war. Celine Zahn, Koordinatorin für Leader Bergisches-Wasserland, informierte über die Fördermöglichkeiten- und Summen, die Leader zur Verfügung stehen, und half den Vereinsvertretern, ihre Ideen zu konkretisieren und weiterzuentwickeln. Beide Vereine stehen noch ganz am Anfang ihrer Überlegungen. Einen Förderantrag könnten sie frühestens im Frühjahr 2018 einreichen. Wann genau die Frist gesetzt wird und welche Summe für die nächste Leader-Ausschüttung bereit gestellt wird, entscheidet der Leader-Vorstand in den nächsten Wochen. "Die Termine und Rahmenbedingungen für die finanzellen Voraussetzungen werden nach der Vorstandssitzung veröffentlicht", sagt Zahn.

Die Zeit bis zu einem möglichen Förderantrag können die Vereine jetzt nutzen, um an ihren Ideen zu arbeiten. Der Bergische Geschichtsverein, der auch ein großes Buch zum 700-jährigen Bestehen der Stadt veröffentlichte, möchte in Zusammenarbeit mit Schülern ein Buch über Schauplätze in Radevormwald veröffentlichen. Das Buch soll aufwendig illustriert werden. Die IG Bismarck möchte das Programm ihres Zweirad-Museums erweitern, die Möglichkeit von Moped-Restaurationen anbieten und ihr Wissen über historische Mobile weitergeben.

Celine Zahn vermittelte am Montag deutlich, dass Leader keine "Leuchtturmprojekte" unterstützt, sondern nur solche, die einer breiten Menge einen Mehrwert bieten. Von der Idee bis zum fertigen Antrag brauchen die meisten Vereine 23 Arbeitsstunden. "Das ist ein Mittelwert. Aufwendiger wird es, wenn viele Gewerke im Spiel sind und Angebote eingeholt werden müssen", erklärt sie.

Der langwierige Antrag des Dahlerauer TV für die Entwicklung einer sportlichen Begegnungsstätte befindet sich momentan auf dem Weg zur Bezirksregierung in Köln. Das Leader-Projekt des Vereins "Wuppertrail" für barrierefreie Draisinen ist bereits durchgeführt und abgerechnet.

Mit Leader ist eine Projektförderung von bis zu 65 Prozent der Gesamtkosten möglich.

Quelle: RP
 
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