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Radevormwald
Gira plant den großen Erweiterungsbau

Radevormwald: Gira plant den großen Erweiterungsbau
Ab Sommer 2013 ist die große, ehemalige Aldi-Fläche für den Gira-Neubau vorbereitet worden. Bis 2018 soll der Neubau stehen. FOTO: wos
Radevormwald. Eine außerordentliche Gesellschafterversammlung gab Ende 2014 den Start für die Gira-Planungen zum Erweiterungs-bau bis 2018 an der Gewerbestraße. Masterplan und Gebäudeentwurf sind inzwischen fertiggestellt und verabschiedet. Von Wolfgang Scholl

Eine Großbaustelle erwartet die Stadt in den nächsten Jahren auf der großen Industriefläche an der Gewerbestraße. Rades größter Arbeitgeber, Gira Giersiepen GmbH & Co. KG, wird einen Komplex für mehrere Hundert Mitarbeiter erstellen und so den Standort sichern. In einer Pressemitteilung stellt Gira die Planungen vor.

So könnte der Gira-Erweiterungsbau zwischen der Bundesstraße und der Gewerbestraße nach einer Luftbild-Animation ab dem Jahr 2018 aussehen. FOTO: Gira

In einem Masterplan haben die Gira-Gesellschafter die Belegung und die Nutzung der neuen Produktionshalle und der angrenzenden Außenbereiche festgelegt. Dabei hat die Zukunftsfähigkeit des Komplexes oberste Priorität. Ziele sind eine sehr flexible Nutzung der Räume, ein unmittelbarer, direkter Austausch aller im Neubau untergebrachten Bereiche sowie schnell und einfach zu realisierende Gebäudeerweiterungen bei Bedarf. Um dem dynamischen Wachstum von Gira gerecht zu werden, kann so jeder Gebäudebereich unabhängig von den anderen vergrößert werden - und das in kürzester Zeit.

Der Gebäudekomplex an der Gewerbestraße besteht aus drei Teilen, die einen durchgängigen Materialfluss erlauben. Die größte Fläche beansprucht die Produktionshalle für die Montage und weitgehend automatisierte Schalter- und Schukostraße. Unmittelbar verbunden werden Abteilungen mit engem Bezug zu dieser Produktion wie Prüflabor und Modellbau. Angesiedelt wird in dem Neubau auch das Gira Service Center. Über eine Schnittstelle gibt es einen direkten Weg von der Produktion in das Hochregallager mit automatisiertem Kleinteil- und Palettenlager für die fertigen Produkte und auch das Rohmaterial. Daran schließt sich der Versand für die Fertigprodukte an. An ihm soll auch der Wareneingang angedockt werden, teilt Gira mit.

Die Büros sind durch Innenhöfe lichtdurchflutet. Sie können in den Pausen auch als Aufenthaltsflächen genutzt werden. FOTO: Gira

Der innerbetriebliche Materialtransport werde über eine zentrale "Straße" abgewickelt mit direkter Anbindung an Produktion, Logistik und Versand. Beim Neubau wird nach dem großen Wachstum des Unternehmens in den vergangenen Jahren auch an die Zukunft gedacht. Bei späterer Notwendigkeit einer Vergrößerung kann die Produktion der Gira-Technik auf dem großen Gelände auf gleicher Ebene "in die Länge" wachsen, Lager und Versand dagegen würden "in die Breite" gehen. Über der eigentlichen Produktionsfläche entstehen energiesparende, lichtdurchflutete Büros mit begehbaren Innenhöfen. Ihren Platz finden soll dort auch die Innovationsabteilung. Die Dachterrasse wird Kantine, so dass die Mitarbeiter das Mittagessen bei gutem Wetter auch draußen genießen können.

Um die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern der Produktion und denen der Verwaltung zu optimieren, ist die Errichtung eines "Mezzanin-Geschosses", einer Zwischen-Etage geplant. Sie dient Besprechungen mit Konferenzräumen und Sitzgruppen.

"Die optische Verzahnung der Außenfassade symbolisiert den engen Zusammenhalt von Produktion, Logistik, Versand und Innovation", heißt es weiter.

Quelle: RP
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