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Radevormwald
GKN-Konzern übernommen: Was heißt das für Krebsöge?

Radevormwald. Am deutschen Sitz in Bonn ist man zurückhaltend. Von Stefan Gilsbach

Es ist eine weitreichende unternehmerische Entscheidung: Der britische Konzern GKN ist von der Gruppe Melrose Industries übernommen worden - nach einem Übernahmekampf, der mehrere Monate lang dauerte. Und diese Entscheidung könnte auch die Mitarbeiter des Werkes von GKN Sinter Metals am Standort in Krebsöge betreffen.

Wie der Bonner "General-Anzeiger" berichtete, hatten 52,4 Prozent der Aktionäre von GKN dem Verkauf für 7,9 Milliarden Pfund (umgerechnet neun Milliarden Euro) zugestimmt - gegen den Willen der Konzernleitung. GKN beschäftigt weltweit etwa 56.000 Menschen.

Die Zeitung aus Bonn spekulierte bereits, welche Folgen für hunderte von Mitarbeitern der Standorte rund um Bonn, in Lohmar und Bad Godesberg das haben könnte.

Und wie steht es mit Radevormwald? Dort arbeiten im Werk an der Wupper ebenfalls etwa 250 Mitarbeiter für den Konzern und fertigen Komponenten für die Automobilindustrie. Am deutschen Sitz von GKN in Bonn zeigten sich die Verantwortlichen gestern mit Stellungnahmen zurückhaltend. Doch erfuhr die BM aus Unternehmenskreisen, man gehe zumindest im Moment davon aus, dass die Übernahme auf den Standort Krebsöge keinen Einfluss haben werde.

"Die Übernahme kommt nicht ganz überraschend", kommentiert Marko Röhrig, Bevollmächtigter der IG Metall Remscheid-Solingen, die auch den Bereich Radevormwald betreut. Er habe wegen der laufenden Verhandlungen über den Verkauf des Konzerns auch schon Kontakt zum Betriebsrat aufgenommen.

Harte Fakten zur Zukunft des Standortes Krebsöge lägen ihm allerdings bislang nicht vor, räumte der Gewerkschafter gestern auf Anfrage unserer Redaktion ein. "Doch auch wenn es noch wenig Konkretes gibt, herrscht unter der Belegschaft eine gewisse Sorge über die Zukunft einzelner Konzernteile", schildert er seine Eindrücke.

Quelle: RP
 
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