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Radevormwald
Graf Adolf von Berg mit einem Doppelgänger

Radevormwald. Mit viel Witz und Spielfreude haben die Georgsritter bei ihren Aufführungen auf Schloss Burg wieder einmal begeistert. Von Sandra Grünwald

Was tut der machthungrige Erzbischof Siegfried von Mainz, wenn sich der aufmüpfige Graf Adolf von Berg nicht fügen möchte und seine Grafschaft an den Erzbischof überschreibt ? Er muss zu einer List greifen. Denn die Grafschaft Berg ist ein wichtiger Meilenstein auf seinem Weg zum Papstsitz. So verschwindet Adolf von Berg plötzlich auf dem Heimweg aus dem Heiligen Land. Denn der Bischof hat auf einem Sklavenmarkt einen Doppelgänger gefunden. Den bildet er nun aus und plant, ihn an des Grafen Stelle die Urkunde unterschreiben zu lassen.

Wieder einmal haben die Georgsritter mit ihren Ritterspielen eine Begebenheit aus der Geschichte von Burg und den Grafen von Berg munter und unterhaltsam auf die Beine gestellt. Damit begeistern sie nicht nur die zahlreichen Kinder, die im Brunnenhof von Schloss Burg mitfiebern, sondern auch die vielen Eltern. Denn als der Doppelgänger-Graf Adolf heimkehrt, wird zu seinen Ehren ein festliches Turney organisiert. Und da gibt es natürlich Regularien für das "Volk", die der Herold sehr deutlich vermittelt.

Zum Beispiel muss die "Jubelapplaudatio" mit reichlich "Handgeklapper" vonstatten gehen. Und wenn der Graf und seine Gemahlin mit ihrem Gefolge einmarschieren, müssen sich alle von ihren "Afterballen" erheben. Versteht sich von selbst, dass der fiese Erzbischof Siegfried und seine schwarzen Ritter allesamt kräftig ausgebuht werden.

Ein Ritter kommt jedoch zu spät. Er stand nämlich vor Köln im Stau, und dann hat auch noch - wie selten im Bergischen Land - der Himmel geweint, und sein Pferd ist eingelaufen. Sehr zur Freude der Kinder kommt er mit einem kleinen Pony an ... Mit viel Witz und Spielfreude sowie der einen oder anderen Slapstick-Einlage schafften die Georgsritter bei ihren ersten Auftritten wieder das Kunststück, trockene Geschichte auf interessante und spannende Weise zu erzählen und bei so manchem kleinen und vielleicht auch großen Ritter die Sehnsucht nach dem Mittelalter zu wecken. "Das war voll super, wie die mit den Schwertern gekämpft haben", schwärmte der siebenjährige Patrick.

Die Georgsritter sind auch am kommenden Wochenende wieder auf Schloss Burg (Ticketpreis 6, 50 Euro, Kinder vier Euro, Kleingruppen 18 Euro)).

Sa./ So. 13. /14. August; Aufführungen: 12 und 15 Uhr (Samstag), 11, 14 und 16 Uhr (Sonntag); Schloss Burg.

Quelle: RP
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