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Radevormwald
Große Gefahren trotz Ende der Eiszeit

Radevormwald: Große Gefahren trotz Ende der Eiszeit
Wer in Dahlhausen mit dem Bus fährt, hat es schwer beim Ein- und Aussteigen. Auf dem Gehweg hat sich eine zentimeterdicke Eisplatte gebildet, auf die der Betriebshof Sand und Salz gestreut hat - für etwas mehr Griffigkeit. FOTO: peter meuter
Radevormwald. Auch wenn das bitterkalte Wetter ab heute ein Ende haben soll, gibt es im Stadtgebiet weiter viele rutschige Bereiche - vor allem an Bushaltestellen und Gehwegen. Der Betriebshof versucht, die Eisplatten mit Sand und Salz zu entschärfen. Von Joachim Rüttgen

Die Beschwerden häufen sich. Immer wieder kritisieren Bürger gefährliche Eisplatten. Ob an Bushaltestellen oder auf Gehwegen - aufgrund der extremen Witterung haben sich gefährliche Eispolster gebildet, auf denen Bürger keinen Halt finden. Auch im Stadtrat war das Eis Thema: So bat Armin Müller (SPD), die Eisflächen auf dem Radweg Vom Kreuz bis zur Unterführung nicht zu unterschätzen. Auch in Dahlhausen gebe es gefährlich rutschige Bereiche vor allem an Bushaltestellen.

"Eine immense Gefahr", sagte Bürgermeister Johannes Mans. Hier müsse die Stadt zusätzliche Leistungen erbringen. Bernd Bornewasser (Grüne) verwies auf die Nordstraße, die einer Eisbahn gleiche. "Da wird es kritisch für Passanten", sagte er. Frank Nipken, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG), betonte, dass die WFG umgehend handeln werde. Armin Barg (UWG) betonte, dass die Eisplatten kurzfristiges Handeln erforderlich machen. "Hier haben wir Zeitdruck", sagte er.

Der Bürgermeister suchte das Gespräch mit Betriebshofleiter Norbert Petri. "Was können wir leisten?", fragte er, denn zurzeit ist die Grippewelle im Rathaus ausgebrochen. 20 Krankmeldungen liegen auf seinem Schreibtisch. Da werde es schwieriger, zusätzliche und gezielte Arbeitsleistungen zu erbringen. "Aber wir wollen für mehr Sicherheit auf den spiegelglatten Flächen sorgen", sagte Mans. Vor allem im Parc de Châteaubriant gebe es großen Bedarf - und das vor dem Hintergrund, dass am Wochenende erneut Eisregen drohe. Nach dem Gespräch mit dem Bürgermeister steht für Petri fest, dass nicht sehr viel mehr machbar ist. "Wir gehen mit zwei Mitarbeitern durch die Innenstadt und streuen die Eispolster mit einer Mischung aus Salz und Sand ab", sagte er. Das taue das Eis etwas auf und mache es griffiger. "Aber zurzeit ist es selbst für Salz zu kalt, denn das wirkt nicht mehr richtig", sagte Petri. Seit gestern sollte es etwas milder werden, ebenso am heutigen Freitag, für Samstag sei Schnee und für Sonntag Regen vorhergesagt. "Regnet es schon am Samstag, wird es richtig gefährlich, denn dann gefriert der Regen auf dem Boden", warnte Petri. An der Bushaltestelle in Dahlhausen hätten seine Mitarbeiter bereits die Mischung aus Sand und Salz gestreut, ebenso im Parc de Châteaubriant.

Für den nächsten Winter plant die Stadt, die Bushaltestellen in die Ausschreibung für den Winterdienst an der Wupper mit einzubeziehen. Der Landesbetrieb halte sich an die gesetzlichen Vorschriften, denn reine Gehwege außerhalb geschlossener Ortschaften müssen nicht geräumt werden. "Wir machen das als Betriebshof trotzdem, wie bei den Gehwegen am Wuppermarkt oder von Niedernfeld bis Krebsöge", sagte Petri.

Beim Blockparken an der Kaiserstraße sei auch dort ein Räumen kaum möglich. "Wir streuen vorsichtig unter die Autos."

Quelle: RP
 
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