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Radevormwald
Grüne hatte früher eine eigene Tankstelle

Radevormwald. Die Kreuzung Grüne ist seit Jahrzehnten im Osten der Stadt ein Verkehrsknotenpunkt, über den der Verkehr von und nach Halver und Schwelm/Ennepetal (alles Westfalen) lief. 1929 gab es dort bereits eine Tankstelle, die von Fritz Clever eingerichtet worden war. Zur Grüne gehörten auch landwirtschaftliche Betriebe. Bekannt ist die alte Landmetzgerei Wader. Auch die Sterbekasse "Grüne-Mark", die lange in Radevormwald selbstständig war und im März in die Begräbnishilfe Berghofen VVaG Bochum aufgegangen ist, ist seinerzeit als Hilfsverein für Beerdigungen von den Bürgern "an der Kreuzung" gegründet worden.

Um die Gaststätte ranken sich natürlich zahlreiche Geschichten und Gerüchte. Sie soll eine der ersten gewesen sein, in der man als Restaurant auch etwas zu essen bekam. Eine Geschichte dreht sich um einen Bäcker, der die Grüne mit dem Pferdewagen immer mit Brot belieferte. Eines Tages war er nach einer Lieferung in der Kneipe "hängengeblieben". Einige Stunden später rief die Bäckersfrau in der Wirtschaft an und erklärte: "Mein Mann kann jetzt nach Hause kommen, das Pferd und der Wagen sind jetzt schon hier." Eine Zeit lang soll dort auch das Feuerwehrorchester geprobt haben. Als der MGV Hahnenberg gegründet wurde, war von einer Konkurrenz durch das Nachbarquartett in der Grüne die Rede.

Im Zuge des Neubaus der Straßen, ist die Kreuzung vom Haus weggezogen worden. Der heutige Parkplatz ist ein Stück alte Straße. Im kommenden Winter soll der neue Kreisverkehr fertig sein.

(wos)
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