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Radevormwald
Grundschule musste sieben Monate improvisieren

Radevormwald: Grundschule musste sieben Monate improvisieren
Noch steht in der GGS-Aula auch die Bestuhlung der Hauptschule. Der hintere Bereich am Fenster wird demnächst für die Betreuung abgetrennt und vorbereitet. FOTO: wos
Radevormwald. Mit dem Umzug Anfang Juli enden sieben Monate Improvisation für Schüler und Lehrer der GGS Stadt. Anfang Dezember erreichte die Stadt die Hiobsbotschaft, dass sich Deckenplatten in einer Nische gelöst hatten.

Die Stadt organisierte mit der Schulleitung in einer schnellen Aktion den Umzug in das Gebäude der Hauptschule an der Hermannstraße. Dort sind die Kinder seit dieser Zeit unterrichtet worden, Die Betreuung im Offenen Ganztag zog in das Wartburghaus an der Andreasstraße.

Lange wurde von der Stadt überlegt, wie die Arbeiten in Auftrag gegeben und finanziert werden können, da der städtische Haushalt für Arbeiten an der Schule keine Finanzmittel vorsah. Nachdem es eine Zeit lang so aussah, dass die Arbeiten mit einer Umwegfinanzierung über einen externen Anbieter ("Contracting") abgewickelt werden sollte, hatte sich die Stadt später im April dazu entschlossen, erstmals auf das Prinzip des "In-house-Geschäftes" zurückzugreifen und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft um Geschäftsführer Frank Nipken als mit der Stadt verbundenes Unternehmen zu beauftragen. Die Mittel hat die Stadt abrufen können, weil ihr Restmittel (180.000 Euro) aus vergangenen Jahren zur Verfügung standen. Damals waren nicht alle Mittel ausgeschöpft worden. Die Notwendigkeit der Arbeiten zeigte sich im Mai: Bei der Deckensanierung löste sich in einem Flur im Obergeschoss ein weiteres, allerdings sieben Meter langes Stück.

Mit der Fertigstellung der Grundschule kann die Stadt jetzt auch die Raumpläne für die Sekundarschule vorantreiben. Im Gebäude der Geschwister-Scholl-Schule an der Hermannstraße werden ab dem kommenden Schuljahr Haupt- und Sekundarschule parallel untergebracht. Wahrscheinlich erst in drei Jahren, so hieß es jedenfalls im Jugendhilfeausschuss, soll die Sekundarschule in das Schulgebäude der Realschule wechseln.

(wos)
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