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Radevormwald
Händler sehnen goldenen Herbst herbei

Radevormwald. Den "Sommerschlussverkauf" gibt es nicht mehr. Oft wird eine Aktion mit "Sale" umschrieben. Es lohnt sich deshalb in diesen Tagen in vielen Geschäften, nach Sommerware zu suchen. Verkaufsschlager waren Regenschutzkleidung. Von Flora Treiber

Der Sommer hat es am Wochenende zwar endlich auch nach Radevormwald geschafft, davor aber hatten besonders auch die Einzelhändler mit viel Regen zu kämpfen. All denjenigen, die ihre Lagerräume saisonal bestücken, hat der bisherige Sommer das Geschäft erschwert und den Umsatz klein gehalten.

Rainer Habermann eröffnet die Einkaufsmöglichkeiten in Radevormwald am westlichen Ende der Kaiserstraße mit seinem Schuhgeschäft. Wer Sommerschuhe sucht, hält bei ihm oder wenige Ladenlokale weiter im Schuhgeschäft Lüttgenau. Beide Geschäfte sind seit Jahrzehnten in der Stadt auf der Höhe etabliert, beide haben unter dem schlechten Wetter gelitten. "Wir richten unser Angebot nach dem Wetter und den Trends. Leider war der Sommer bisher so nass, dass beinahe niemand Sandalen oder offene Schuhe gebraucht hat", sagt Rainer Habermann. Er hat schon vor Wochen angefangen, die Sommerware zu reduzieren, um nicht auf den Beständen sitzen zu bleiben und in seinen Lagerräumen Platz für die neue Herbst- und Wintermode zu schaffen.

Wer im Spätsommer in den Urlaub fährt, kann also auf das ein oder andere Schnäppchen hoffen. "Gut verkauft haben wir geschlossene Leinenschuhe. Die sind zwar nicht völlig wasserdicht, aber Gummistiefel will im Sommer auch niemand tragen", sagt der Schuhverkäufer. Während in seinem Schaufenster die schönsten Sandalen aus seinem Sortiment zu reduzierten Preisen ausgestellt werden, hat die Spind-Boutique von Jutta Clouth schon auf Herbst umgestellt. In dem Bekleidungsgeschäft von Andrea Scherber, Bahama Moden, gibt es noch viel Sommermode - und sogar noch einige Stücke aus der Frühlingskollektion. "Die Reduzierung der Preise ist bei uns vor einer Woche gestartet", sagt Mitarbeiterin Marion Burchardt. Dass ein regnerischer Sommer kein Verkaufsschlager ist, kann sie bestätigen. "Niemand will ein Kleid kaufen, wenn man es nicht unmittelbar nach dem Erwerb auch tragen kann. Verkaufsfördernd waren die letzten Wochen leider nicht."

Die wichtigsten Kleidungsstücke der neuen Saison hängen bereits im Geschäft, der Rest wartet im Lager. Auf viele bereits reduzierte Artikel gibt es bei Bahama Moden deshalb extra noch einmal 20 Prozent. Genau wie das Geschäft von Andrea Scherber hat auch Sport Reinbott nicht nur mit der Witterung, sondern auch mit der großen Baustelle zu kämpfen, die durch die Umsetzung des neuen Kreisverkehres entstanden ist. Geschäftsführer Torsten Reinbott hat gemeinsam mit seinem Team versucht, das Beste aus den durchaus schwierigen Umständen zu machen. Mit Baustellen-Aktionen und Sonderpreisen sowie plakativer Werbung ist es dem Sportgeschäft gelungen, einen Mehrwert aus der Baustelle zu ziehen. "Das Wetter hat uns nicht sehr viel zu schaffen gemacht. Regenjacken waren natürlich besonders beliebt", sagt der Geschäftsführer.

Momentan deutet bereits die Produktpräsentation bei Sport Reinbott auf den Sommerschlussverkauf hin. Die Kunden können sich durch viele Kleiderstangen und Regale arbeiten und dabei viele Schnäppchen finden. Alle Einzelhändler setzen nach den letzten Monaten auf einen goldenen Herbst und einen kalten Winter.

Quelle: RP
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