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Radevormwald
Hartmut Behrensmeiers letzter Arbeitstag

Radevormwald: Hartmut Behrensmeiers letzter Arbeitstag
Hartmut Behrensmeier hat die Radwege entwickelt und auch den Wald-Wasser-Wolle-Wanderweg propagiert, der jetzt auch offiziell durch das Wülfing-Gelände führt und dort mehr Besucher ins Museum locken soll. FOTO: Dörner (Archiv)
Radevormwald. Nach genau 45 Jahren im Dienst bei der Stadtverwaltung hatte Hartmut Behrensmeier gestern seinen letzten Arbeitstag. Verbunden sind mit ihm Profi-Radrennen, Wandertage, Eiszeiten und Weinfeste, aber auch die Rad- und Wanderwege. Von Wolfgang Scholl

Zum 26. Oktober 1970 trat Hartmut Behrensmeier in den Dienst der Stadt, am 26. Oktober 2015 hatte der 65-Jährige offiziell seinen letzten Arbeitstag. Bis zur ersten Rentenzahlung im kommenden Jahr hat Behrensmeier noch Urlaub oder Überstundenausgleich. So ganz geht er aber noch nicht. "Ich habe mich selbstverständlich bereiterklärt, meiner Nachfolgerin einen ordentlichen Übergang zu ermöglichen", sagte er gestern.

Vorbereitet hat er zum Beispiel für 2016 bereits den Wandertag, das Volksradfahren, das Weinfest und auch eine weitere E-Bike-Tour. Natürlich könne man für das Stadtjubiläum 2016 auch nicht erst kurz vor dem Jahreswechsel beginnen, sagt Behrensmeier. So hat er, falls es Schnee gibt, auch das Spuren der Loipe schon vorbereitet. Natürlich steht auch das Programm für den Volkstrauertag am 15. November. "Wir schaffen den Übergang", ist auch Frank Nipken als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG), überzeugt. Heike Ueberall werde in der kommenden Woche mit ihrer Arbeit starten und sich um die Themen Tourismusförderung und Veranstaltungsmanagement kümmern.

Bis zur Überstellung an die WFG vor etwa sieben Jahren hat der gelernte Industriekaufmann in der Stadtkasse, im Ordnungsamt, bei den Liegenschaften und im Bereich Sport im Hauptamt gearbeitet. Nach der Handelsschule, der Lehre bei Schürmann & Schröder in Dahlerau und einem Jahr als Angestellter hatte sich Behrensmeier bei der Stadt beworben. "Das ging damals alles ganz unkompliziert", sagte Behrensmeier, der sich als bekennenden Wupperaner bezeichnet - "weil ich dort groß geworden bin und mir das Umfeld weiter sehr gut gefällt". Der damalige Stadtdirektor Dr. Joachim Ecarius habe ihm nach der Vorstellung gesagt, er könne sofort beginnen. "Das habe ich getan und bin erstmals am 26. Oktober ins Rathaus gegangen", sagte Behrensmeier. Deshalb habe er auch darauf hingearbeitet, dass am 26. Oktober der letzte Arbeitstag war.

In Erinnerung geblieben sind ihm zahlreiche Arbeiten für die Stadt. Dazu gehörten die Umbauten des Stadions Kollenberg und des Sportplatzes Brede, aber auch die Sanierungen der Sporthallen Hermannstraße. Wichtig war ihm auch damals, dass die Sportgeräte immer gewartet und die Hallen und Plätze immer sauber waren. "Wir haben einmal in den 1990-er Jahren auch den Arbeitnehmer-Jahresempfang des Landes NRW am 30. April in der Sporthalle Realschule organisiert. Damals war auch Ministerpräsident Johannes Rau zu Gast", sagte Behrensmeier, der sich bei seinem alten WFG-Team und den Sponsoren bedankt, die die Stadt unterstützt haben. Zu seinen zukünftigen Aktivitäten möchte er sich nicht weiter äußern. "Das ist privat", sagte er. Klar sei aber, dass er die zahlreichen Wander- und Radwege der Stadt und der näheren Umgebung häufiger als bisher nutzen möchte.

Privat und beruflich ist, dass er sich morgen erneut mit Dieter Ickler von der IG Bismarck treffen wird. "Ich glaube, es wird eine sehr gute Sache werden, wenn wir ein Bismarck-Museum im Erdgeschoss des städtischen Wülfing-Gebäudes einrichten könnten", sagte Behrensmeier, der sich weiterhin besonders für die Belange der Wupperorte einsetzen möchte. Das Wie ließ er gestern allerdings offen.

Quelle: RP
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