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Radevormwald
Hausärzte kämpfen weiter um die Zukunft der Praxen

Radevormwald. Bei ihrer Mitgliederversammlung in Lindlar haben die Mitglieder des Hausärzteverbands im Oberbergischen Kreis den bisherigen Vorstand, Dr. Ralph Krolewski (Vorsitzender) und Dr. Thomas Aßmann (stellvertretender Vorsitzender) einstimmig für vier weitere Jahre im Amt bestätigt.

Ihre Aufgabe wird es sein, Initiativen zu entwickeln aus der Konsequenz, dass es einen zunehmenden und besorgniserregenden Hausärztemangel in oberbergischen Gemeinden bei einem Durchschnittsalter von 60 Jahren und eine massive Unterdeckung des qualifizierten Nachwuchses gibt.

Mitglieder berichteten von ihren vergeblichen Bemühungen, Nachfolger oder Hausärzte in Anstellung zu finden, heißt es in einer Pressemitteilung. Die gesetzlichen Bestimmungen sehen die Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen erst in der Pflicht, in Eigeneinrichtungen die Versorgung sicherzustellen, wenn der Versorgungsgrad in einem Planungsbezirk 75 Prozent unterschreitet. Das sei im Oberbergischen Kreis noch nicht der Fall, heißt es.

Der Hausärzteverband ist entschlossen, dieser kritischen Entwicklung mit äußerst nachteiligen Auswirkungen auf die Patientenversorgung, auf den Rettungsdienst und auch die Krankenhäuser mit eigenen Initiativen zu begegnen.

Die Mitgliederversammlung beauftragte deshalb den Vorstand, gemeinsam mit dem Hausärzteverband Nordrhein und dem Deutschen Hausärzteverband sowie den angeschlossenen Unternehmen des Deutschen Hausärzteverbandes, mit neuen gesetzlichen Handlungsmöglichkeiten tätig zu werden und regionale Lösungskonzepte zu entwickeln.

In einem halben Jahr sollen die Ergebnisse auf einer Mitgliederversammlung vorgestellt werden. Krolewski und Aßmann erklärten: "Wir werden unverzüglich die nächsten Schritte einleiten."

(wos)
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