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Radevormwald
Heimelige Atmosphäre an der Wupper

Radevormwald: Heimelige Atmosphäre an der Wupper
Der Adventsmarkt der Wupperorte lockte erneut viele Besucher an. FOTO: Schütz
Radevormwald. Der Adventsmarkt auf dem Gelände der katholischen Kirchengemeinde St. Josef in Vogelsmühle ist klein, gemütlich und sehr beliebt. Zwölf Vereine und anderen Einrichtungen hatten ihre Holzhütten festlich geschmückt. Von Sigrid Hedderich

Die Augen der Kinder leuchteten am Wochenende mit den vielen Weihnachtslichtern des Adventsmarktes an der Wupper um die Wette. Besonders der fünf Jahre alte Tobias hüpfte vor Freude. Er hatte mit seiner Omi Vera Schneider an der Hütte des Fördervereins der Grundschule Wupper Lose gekauft und sogleich ein dickes Kuschelkissen gewonnen. "Das nehme ich heute Abend mit ins Bett", nahm sich der Steppke vor. Auch weitere Lose brachten Gewinne, wenn auch in kleinerer Form. "Wir haben heute keine Nieten dabei" hatte Tanja Heynen, Schulleiterin der Grundschule, versprochen. Die Lose gingen weg wie warme Semmel, und die drei Losverkäuferinnen hatten alle Hände voll zu tun, die Gewinne auszugeben. "Die reichen vom Tablett bis hin zum Gutschein für einen Frisörbesuch", so die Schulleiterin. Doch auch von Muttis genähte Handtaschen, die einst Kinderjeans waren, konnte sie verkaufen. "Der Erlös ist wieder für unser Zirkus-Projekt bestimmt", sagte sie.

Am Stand des Turn- und Sportverein (TuSpo) Dahlhausen war die Menschenschlange bisweilen sehr lang. Grillgut in verschiedenen Variationen lockten die Besucher an. Und gleich nebenan konnten die Getränke dazu erworben werden. Hier punktete die Katholische Jugend Vogelsmühle. Generell wurde auf dem kleinen gemütlichen Adventsmarkt viel verzehrt und in kleinen Runden auch Getränke eingenommen. So war der Platz vor der Hütte der Feuerwehreinheit Remlingrade kaum einmal leer. "Es wird gerne bestellt", freute sich Dominik Büttner, der gerade in dem riesigen Topf Grünkohl rührte. Auch Einheitsführer Mark Rittinghaus war erfreut, dass die Premiere seiner Einheit auf dem Adventsmarkt so gut anlief. "Wir sind zum ersten Mal dabei. Alle Kameraden waren gleich angetan, hier mitzumachen. Dazu haben wir uns für die Angebote Grünkohl und Feuerzangenbowle entschieden", sagte Rittinghaus. "Die Bowle schmeckt super lecker und passt jetzt gut zum kalten Wetter", so Marktbesucher Friedhelm Werdlich. Er zeigte sich ganz angetan von der Atmosphäre des kleinen Adventsmarktes. "Auf großen Märkten fühle ich mich nicht so wohl. Dieser hier strahlt Behaglichkeit und Wärme aus", schwärmte er.

Ein Lichtermeer aus Budenbeleuchtungen samt hoher Weihnachtstanne am Eingang des Platzes hinter dem Gemeindehaus der katholischen Pfarrkirche St. Josef Vogelsmühle hatte ihn und die vielen anderen Besucher erwartet. Schon dieses Bild strahlte an beiden Tagen des Wochenendes eine Faszination aus. Aus allen Richtungen kam sie, die kleinen und großen Gäste des Adventsmarkts an der Wupper. Während die jungen Gäste vermehrt den großen Parkplatz an der Kirchstraße ansteuerten, um sich dort mit den Fahrtickets für die beliebte Bimmelbahn einzudecken, besuchten andere Gäste gleich das Herzstück inmitten des Budenrondells. Hier traf man sich, hier spielte auch sprichwörtlich die Musik. Der Posaunenchor Remlingrade erfreute die Besucher an beiden Tagen mit weihnachtlichem Gesang.

Bürgermeister Johannes Manns hatte den Adventsmarkt am Samstagmittag feierlich eröffnet, und auch Herbert Moeselaken vom Gastgeber Kolpingsfamilie Vogelsmühle begrüßte die ersten Gäste und die teilnehmenden Vereine herzlich. Gleich zwölf Vereine und anderen Einrichtungen hatten ihre Holzhütten festlich geschmückt und ihre Angebote ausgerichtet.

"Während zwei Gruppen in diesem Jahr aus Altersgründen nicht mehr dabei sein wollten, kamen jetzt neue Vereine und Gruppen dazu", so Marion von der Burg. Sie hatte zusammen mit Lydia Moser, Barbara Nahrgang und Fritz Dijaschtuk den Adventsmarkt erneut organisiert. Dabei achtete das Team darauf, dass es wieder eine Angebotsvielfalt gab und auch auf die schon traditionellen Bimmelbahnfahrten für Kinder nicht verzichtet werden musste.

Quelle: RP
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