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Radevormwald
Heinz Dörpinghaus leitet Berufskolleg

Radevormwald: Heinz Dörpinghaus leitet Berufskolleg
Heinz Dörpinghaus (l.) möchte seine Erfahrungen gerne weitergeben. Gabriele Döbler stand in regem Austausch mit dessen Frau. Und Dieter Schruff sichert dem neuen kommissarischen Leiter seine volle Unterstützung zu. FOTO: weitzdörfer
Radevormwald. Der ehemalige stellvertretende Schulleiter des Röntgen-Gymnasiums in Lennep freut sich auf seine neuen Aufgaben in der Nachbarstadt Hückeswagen. Der 66-Jährige übernimmt kommissarisch die Nachfolge von Dr. Manfred Schinner. Von Wolfgang Weitzdörfer

Nachdem Dr. Manfred Schinner ziemlich genau vor einem Jahr seinen Posten als Leiter des Berufskollegs in Hückeswagen abgegeben hatte, wurde die Einrichtung, das auch einige Radevormwalder besuchen, von einem Führungstrio - bestehend aus dem Pädagogischen Beirat Dieter Schruff, der Geschäftsführerin Gabriele Döbler und dem Kaufmännischen Leiter Dr. Alexander Geist - geleitet. Das war eine Übergangslösung. Allerdings führten die bisherigen Ausschreibungen nicht zum gewünschten Ergebnis. "Jetzt haben wir eine Lösung gefunden", sagt Schruff.

Mit Heinz Dörpinghaus, ehemaliger stellvertretender Schulleiter des Röntgen-Gymnasiums in Lennep, habe man bei der Gesellschafterversammlung einstimmig einen neuen kommissarischen Leiter bestimmt. Zum Beginn des neuen Schuljahrs (28. August) wird der 66-Jährige seine Arbeit aufnehmen. Für Dörpinghaus ist die Arbeit am Berufskolleg kein Neuland. "Ich unterrichte hier bereits seit einem Jahr für einige Wochenstunden Mathematik. Als ich in den Ruhestand ging, wollte ich nicht dem Rentnerdasein frönen", sagt er und schmunzelt. Zwar mache er viel Sport und habe auch an seinem Haus genug zu tun, "aber ich möchte auch weiterhin geistig tätig sein", sagt er.

Dazu komme, dass er sein über die langen Jahre als Gymnasiallehrer angesammeltes Wissen und seine Erfahrung gerne weitergeben wolle. "All das mit dem Ruhestand in die Mülltonne zu geben, wie das manche Kollegen gemacht haben - das kam für mich nicht in Frage", sagt der 66-Jährige.

Der Kontakt zum Berufskolleg sei über Dörpinghaus' Frau zustande gekommen, sagt Gabriele Döbler: "Mit ihr standen wir in regem Austausch, sie ist Ausbildungsleiterin bei den Stadtwerken in Radevormwald." Als die Neubesetzung Thema wurde, habe man Dörpinghaus einfach gefragt, sagt Schruff. "Und er konnte es sich vorstellen, die Leitung kommissarisch - also auf Zeit - zu übernehmen. Heinz Dörpinghaus genießt unsere vollste Unterstützung", sagt der ehemalische Leiter der Hückeswagener Realschule. Zudem habe er ihm bereits zugesichert, auch weiterhin im Hintergrund mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, sagt Schruff. Dörpinghaus hat das Konzept des Berufskollegs von Anfang an überzeugt. "Man hat mir die Schule als hervorragend geschildert - und das konnte ich in dem bisherigen Jahr bereits bestätigen." Seine künftige Tätigkeit umfasse neben der Verdoppelung seiner Unterrichtsstunden - von vier auf neun Wochenstunden - vor allem die Kontaktpflege zu Partnerfirmen. "Und natürlich können auch neue Kontakte gewonnen werden. Außerdem muss es am Berufskolleg ja atmosphärisch laufen. Da ist der Schulleiter ein bisschen Mädchen für alles", sagt Dörpinghaus. Einen großen Unterschied sieht der 66-Jährige indes schon zur Regelschule: "Man merkt, dass unsere Schüler eine ganz andere Motivation haben und dass im Vorfeld auch ein wenig ausgesiebt wird", sagt Dörpinghaus. Schruff bestätigt das: "Als ich einmal nach unentschuldigten Fehlzeiten gefragt wurde, habe ich nur gesagt: Sowas haben wir nicht." Das sei nun aber auch nicht deswegen so, weil die Schüler alle so lieb seien, sagt Dörpinghaus und lächelt: "Aber es steht eben immer auch noch ein Arbeitgeber dahinter." In den kommenden sechs Wochen bis zum Beginn des neuen Schuljahres wird sich Dörpinghaus mit den organisatorischen und strukturellen Elementen seiner neuen Tätigkeit intensiv auseinandersetzen. Außerdem wird er seine Kurse vorbereiten. "Ich werde die Vorgaben von Schruff weitgehend fortführen. Zudem habe ich über die vergangenen Wochen, als klar wurde, dass ich die Leitung demnächst übernehmen werde, bereits Einblicke in die Leitungsarbeit bekommen können." So sei nicht mehr alles ganz neu für ihn - und davon abgesehen würden ihm natürlich auch die Erfahrungen als Konrektor in Lennep helfen.

So dass trotz aller neuer Aufgaben noch genug Zeit für ein weiteres Hobby bleiben dürfte: "Ich sammle leidenschaftlich gerne Miniaturautos im Maßstab von 1:87, das Hobby begleitet mich schon sehr lange," sagt Dörpinghaus.

Quelle: RP
 
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