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Serie Halbzeit Der Wahlperiode
Herausragend für die AL war die Wahl von Bürgermeister Mans

Serie Halbzeit Der Wahlperiode: Herausragend für die AL war die Wahl von Bürgermeister Mans
FOTO: AL
Radevormwald. Die AL-Fraktion sieht die Sekundarschule als Erfolg, verliert dadurch aber drittes Fraktionsmitglied. Der Appell für die Zukunft: auf den Haushalt achten. Von Wolfgang Scholl

Radevormwald Das herausragende Ereignis für die AL-Fraktion (zwei Sitze im Stadtrat) war die Wahl von Bürgermeister Johannes Mans im Herbst 2015. Wichtig war für die AL, dass sie dem Bürger eine Alternative zur Wahl gestellt hat. Bernd-Eric Hoffmann (UWG) habe seine Kandidatur erst nach Mans bekanntgegeben. Dieser habe sich als Externer schnell in der Stadt eingearbeitet. "Wir sind überaus zufrieden, er ist sehr bürgernah, sehr engagiert, geht auf die Menschen zu und hört sich die Sorgen und Nöte der Bürger an", sagt der Fraktionsvorsitzende Rolf Ebbinghaus. Als Erfolg wertet die AL die Einrichtung der Sekundarschule. Den Prozess mit einem externen Berater habe die AL schon vorher beim ersten Versuch gefordert. Sekundarschule und Theodor-Heuss-Gymnasium gäben der Stadt langfristig ein stabiles System, weil man auf wechselnde Schülerzahlen flexibel reagieren könne.

Die Sekundarschule habe der AL aber auch einen Tiefschlag versetzt, weil mit dem Austritt von Dr. Axel Michalides das dritte Ratsmandat verloren ging.

Weiter positiv bewertet Rolf Ebbinghaus den Ausbau der Kitas mit einer zusätzlichen Gruppe an der Wupper. Dieser Bürgermeister lege sein politisches Engagement nicht nur "mittig" auf Rade, sondern auch auf die Peripherie wie beim Projekt "Starke Quartiere, starke Menschen".

Besser vorstellen können hätte sich Rolf Ebbinghaus die Entwicklung der Wülfing-Gebäude. Den Wülfing-Untersuchungsausschuss sehe man - obwohl teuer - als wichtig an, weil er den Blick für die Politik auf die Verwaltung geschärft habe.

Auch bei der Personalentwicklung gebe es zwar positive Aspekte, in vielen Bereichen könne sich die AL aber auch Besseres vorstellen. "Es gibt aber insgesamt relativ wenig, was wir grundsätzlich kritisieren würden", sagt Ebbinghaus.

Beim Blick auf die kommenden drei Jahre sieht die AL den Haushalt im Mittelpunkt. Die Haushaltssituation sei nicht so schlecht wie befürchtet. Auch das Defizit im Haushalt sei geringer als geplant. Trotzdem glaubt Ebbinghaus, dass die Situation "als zu optimistisch" eingeschätzt wird. Man sei gut beraten, wenn man mehr den Blick auf diese Situation lenken würde. Der Haushaltsausgleich müsse nicht nur 2021 geschafft werden, sondern auch in den darauf folgenden Jahren. "Niemand weiß, wie es danach weitergeht", sagt der Fraktionsvorsitzende. Ihm fehle das Zukunftskonzept. Die Zukunft sei noch nicht im Fokus der Politik.

Weiteres Thema ist die Demografie, weil noch nicht feststeht, was dies für die Zukunft bedeutet - Digitalisierung, Mobilitätsveränderung und weitere Herausforderungen.

Kritisch möchte die AL die Innenstadt-Entwicklung (Konzept 2) begleiten. Zu beachten sei, wie viel Charakter einer bergischen Kleinstadt aufgegeben wird. Da müsse man genau hinschauen. Auch da fehlen Ebbinghaus die Ziele. Einige Projekte befänden sich in den Startlöchern. Dazu zählen die Schulentwicklungsplanung, die man begleite und der Umbau an der Nordstraße. Auch für die weitere Wülfing-Sanierung bedürfe es eines neuen Konzeptes.

Quelle: RP
 
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