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Radevormwald
Heute + Comp. hat am Standort erweitert

Radevormwald. Kunststoffspezialist Heute + Comp. hat an der Kaiserstraße ein Hochregallager gebaut und seine Produktionsfläche ausgebaut. Zusammen mit Agrodur, Sineflon und Siepmann und Neufeld hat die Gruppe inzwischen 650 Mitarbeiter. Von Wolfgang Scholl

Der Standort Radevormwald ist für die Kunststoff-Spezialisten der vier verbundenen Unternehmen weiterhin von sehr großer Bedeutung. Ausgangspunkt der heutigen Unternehmensgruppe waren die früheren Unternehmen Bisterfeld und Stolting (1928 gegründet) und Raybestos. Während Heute + Comp. und Siepmann und Neufeld an der Kaiserstraße 186 planen, produzieren und verkaufen, haben Agrodur und Sineflon dort ihren Verwaltungssitz. Bei Agrodur ist mit den Brüdern Michael und Stefan Grosalski und dem Neffen Georg Grosalski bereits die dritte Generation in der Geschäftsführung tätig.

Die beiden am Ort produzierenden Unternehmen werden von den Geschäftsführern Jochen Schmitz und Alfred Grosalski als Senior und Gesellschafter geleitet. "Wir haben Siepmann und Neufeld im Jahr 2002 erworben und das Unternehmen um die Jahreswende 2004/2005 in unser Unternehmen an der Kaiserstraße integriert", sagt Jochen Schmitz. Damals gab es den ersten größeren Ausbau, dem im vergangenen Jahr ein zweiter folgte. "Wir hatten die Fläche zwischen Kaiserstraße und Bundesstraße 229 so gekauft und geplant, dass uns dort noch Erweiterungsmöglichkeiten blieben", sagt Jochen Schmitz. Entstanden ist eine Halle für ein Hochregallager, an eine Produktionshalle ist angebaut worden, so dass an dieser Stelle die Fläche bis zur Bundesstraße jetzt optimal ausgeschöpft ist. Parallel ist eine kleinere Fläche zur Versickerung des Regenwassers von den Dächern der Betriebshallen entstanden.

Heute + Comp. und Siepmann und Neufeld haben in Rade 180 Mitarbeiter beschäftigt, das Unternehmen Sineflon mit Sitz an der Max-Planck-Straße noch einmal etwa 25 feste Mitarbeiter. Aufgabe von Sineflon sind Montage und Sortierarbeiten für die Unternehmensgruppe - und zusätzlich Auftragsarbeiten für externe Kunden.

Spezialist ist Heute + Comp. seit 1965 für die Verarbeitung von Fluor-Kunststoffen. "Unser Unternehmen arbeitet zu mehr als der Hälfte für die Automobilindustrie. Unsere Dichtungen befinden sich in zahlreichen Komponenten wie Lenkungen, Bremsen, Nockenwellen oder Einspritz-Anlagen", sagt Jochen Schmitz. Fast alle europäischen Fahrzeuge haben Kunststoffteile von Heute + Comp.. Bisher merkt Schmitz nach einem sehr guten letzten Jahr auch beim Kunden VW und dessen anhängigen Unternehmen wie Audi, Porsche oder Seat noch keinen Auftragsrückgang.

Weitere Kunden kommen aus den Bereichen Maschinenbau, Medizintechnik oder der Chemieindustrie. Die Herausforderung für Heute + Comp. ist, dass die für die Produkte eingesetzten Materialien als Hochleistungskunststoffe immer spezieller werden. Die Produkte müssen in der Serie im Einsatz besonders für hohe Temperaturbereiche geeignet sein. Jochen Schmitz spricht dabei von einem sehr speziellen, überschaubaren Markt mit wenigen Marktbegleitern als in anderen Industriebereichen. Gesucht wird jeweils die optimale Anwendung für den Werkstoff. Zusammen mit den Kunden wird für die notwendige Temperatur, das Einsatzmedium und den auszuhaltenden Druck der richtige Werkstoff ausgesucht und ausprobiert. "Wir profitieren von unserem großen Know-how", sagt Jochen Schmitz. Die enge Zusammenarbeit mit den Kunden ist deshalb ein sehr wichtiger Faktor.

Quelle: RP
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