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Radevormwald
Hier gibt es noch Baugrund in Citynähe

Radevormwald: Hier gibt es noch Baugrund in Citynähe
In der Nordstadt III gibt es eine letzte zu bebauende freie Fläche - auf der "Pferdewiese" zwischen Carl-Diem- und Bachstraße. Dort gab es ursprünglich eine Bauverpflichtung wie auf den anderen Grundstücken. FOTO: wos
Radevormwald. Die Neubaugebiete Loh'sche Weide und Wasserturmstraße sind voll belegt. Die Stadt setzt jetzt auf den Jahnplatz. Für innenstadtnahes, barrierefreies Wohnen gibt es derzeit zwei Projektplanungen - in der Nordstadt und Im Springel. Von Wolfgang Scholl

Über die Themen "Neubaugebiete" und "barrierefreier Wohnungsbau" wurde in den vergangenen Wochen mehrfach in den Sitzungen politischer Gremien gesprochen. Bürgermeister Dr. Josef Korsten erklärte in der Ratssitzung am 29. September, dass die Stadt die Vermarktung ihrer großen Fläche im Bereich Blumen- und Neustraße (frühere Grundschule Blumenstraße) erst einmal auf Eis gelegt hat.

Auch hier könnte noch gebaut werden: die frühere Fläche der Kita Im Springel. Im Hintergrund ist vielleicht Platz für Neubauwohnungen. FOTO: wos

Ursprünglich war geplant gewesen, dort verschiedene Bauvarianten vom Betreuten Wohnen über Mehr-Generationen-Wohnen bis hin zu Stadthäusern anzusiedeln. Mehrere Jahre suchte die Stadt vergeblich nach einem Investor. Der Verkauf der Fläche scheiterte am von den Investoren gebotenen Kaufpreis.

Dann war geplant, nachdem ein Teil des alten Schulbereichs zur Unterkunft für Asylsuchende umgebaut worden war, im ersten Schritt den oberen Teil an der Blumenstraße zu vermarkten - mit der Verpflichtung an den Investor, später auch den unteren Bereich zu vermarkten. "Eine Vermarktung ist im Moment nicht vertretbar" sagte Korsten. Man könne für die Fläche derzeit keinen akzeptablen Preis erzielen.

Für die Neubaugebiete Loh'sche Weide und Wasserturmstraße gibt es noch jeweils ein Grundstück. Für beide gibt es aber bereits eine Reservierung. Die Stadt setzt deshalb ab 2016 auf das Neubaugebiet Jahnplatz mit Ein- und Zweifamilienbauweise im Flächeninneren und Mehrfamilienbau entlang der Friesenstraße. Ziel ist es, junge Familien in der Stadt zu halten, in dem sie dort attraktiv bauen können, und weitere Familien nach Rade zu holen. Die Stadt berichtete, dass es bereits eine Liste mit etwa 25 Interessenten gibt.

Weitere Projekte befassen sich mit innenstadtnahem, barrierefreiem Wohnen als Eigentumswohnung oder Kapitalanlage. Die Stadt möchte über die Wirtschaftsförderungsgesellschaft ihre Flächen im Bereich der Nordstraße vermarkten und dort einige Wohnungen, verknüpft mit Dienstleistung im Erdgeschoss, errichten. In der Nordstadt III gibt es noch eine letzte zu bebauende freie Fläche - auf der "Pferdewiese" zwischen Carl-Diem- und Bachstraße. Dort gab es im Zuge der Fördermaßnahme des Landes ursprünglich eine Bauverpflichtung wie auf den anderen Grundstücken in diesem Bereich. Diese Verpflichtung ist später von den Gerichten bis zum Tod des Grundstückseigentümers zurückgenommen worden.

Jetzt ist eine Bebauung geplant, deren Vermarktung das Immobilienbüro von Thomas Stennmanns übernehmen soll. "Wir planen dort etwa 18 bis 20 altengerechte Wohnungen mit Tiefgaragen, aber nicht als Betreutes Wohnen", sagt Stennmanns.

Mit der Stadt und der Kommunalpolitik soll im Dezember über eine Bebauungsplanänderung gesprochen werden. "Diese Verpflichtung ergibt sich daraus, dass das vor mehr als 20 Jahren eingeräumte Baufeld heute nicht mehr zeitgemäß ist und angepasst werden muss", sagt Stennmanns. Ähnlich hatten sich auch Baudezernentin Julia Gottlieb und Stadtplanerin Elisabeth Böhmer in der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt geäußert. Es gebe einen Bedarf für solche innenstadtnah liegenden Eigentumswohnungen. Der Baubeginn soll 2016 erfolgen.

Quelle: RP
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