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Radevormwald
"Hinter jedem Bauteil steckt ein Konzept"

Radevormwald: "Hinter jedem Bauteil steckt ein Konzept"
Das Stahlgerüst des dritten Baukörpers neben dem Parkplatz zur Röntgenstraße steht. Bis November soll auch dieser Abschnitt geschlossen sein, damit der Innenausbau der Produktionshalle beginnen kann. FOTO: Wolfgang Scholl
Radevormwald. Mit Sattelschleppern aus verschiedenen Teilen Deutschlands werden in kurzen Zeitabständen Teile für die Großbaustelle der Firma Gira angeliefert. Ein Prototyp der Verkleidung steht im Eingangsbereich an der hinteren Gewerbestraße (frühere Einfahrt von Aldi Nord). Von Wolfgang Scholl

Daneben liegen zahlreiche Werkteile, die in den nächsten Tagen benötigt werden. Und im Baucontainer sitzt Dietmar Daszkiewicz, einer von zwei Gira-Projektleitern. "Hier ist der Treffpunkt. Dienstags ist hier weiterhin Planungsbesprechung, mittwochs die große Baubesprechung mit bis zu 50 Teilnehmern", sagt er. "Wir liegen weiterhin im Zeitplan, auch wenn es immer mal wieder einiges zu justieren gibt."

Einmal ist es das regnerische Sommerwetter, dann ist es eine Baustelle auf der A 45. "Da sollten uns zahlreiche Stahlteile geliefert werden. Der Sondertransport war genehmigt - bis die Genehmigung mit Einrichtung einer neuen Baustelle wieder zurückgenommen wurde und wir warten mussten", sagt er, der täglich zwischen Vertretern von 65 beteiligten Unternehmen moderieren muss.

22 bis 23 Meter hoch ist das neue Hochregallager von Gira. Die Regalbediengeräte, ebenfalls 20 Meter hoch, werden demnächst eingebaut. FOTO: Wolfgang Scholl

Auf Rades größter Baustelle arbeiten Handwerker unterschiedlicher Herkunft, ab und zu sieht man auch einen Mann mit einer Zeichnung. Beim Betreten des ersten Baukörpers, der zur Haupteinfahrt hin gelegenen großen Versandhalle, erklärt der Gira-Projektleiter, dass großer Wert auf viel Tageslicht in den Bereichen, in denen es möglich ist, gelegt wird. Überall finden sich deshalb Öffnungen in der Decke. Schon an dieser Stelle werden die Dimensionen des Gesamtkomplexes deutlich.

Hoch hinaus geht es im zweiten Teil, in dem an der Seite zur Bundesstraße 229/483 das Hochregallager untergebracht wird. 22 bis 23 Meter hoch ist die Halle, an der von außen die Gira-Logos zu sehen sind. Im September sollen die ebenfalls etwa 20 Meter hohen Regalbediengeräte von oben in das künftige Lager eingelassen werden. "Das wird wieder eine sehr interessante Aufgabe sein", sagt der Projektleiter. Geordert sind Kräne, die es in der Größe bisher vor einigen Jahren noch nicht gab. Bei Arbeiten in den oberen Regionen ist mit Sicherheit Schwindelfreiheit erforderlich.

Dietmar Daszkiewicz zeigt auf "Einbringungsöffnungen". Einiges wird von oben herabgelassen, anderes durch Seitenteile ins Innere gebracht. "Hinter jedem Bauteil steckt ein Konzept", sagt er und zeigt auf einen Tank: "Der muss vielleicht in zehn bis 15 Jahren einmal ausgetauscht werden. Darauf müssen wir vorbereitet sein." Im zum Parkplatz Röntgenstraße stehenden dritten Teil ist deshalb derzeit noch ein Baukran eingelassen. Mit seiner Hilfe können Teile transportiert werden, die mit mobilen Kränen nicht zu schaffen sind.

Im dritten Baukörper für die Kommissionierung und die Montage wird auch noch am Boden gearbeitet - mit Maschinen, die sonst nur außen im Tiefbau zu sehen sind. Das zeigt auch die Dimensionen dieser Halle. Zwischen den Deckenträgern an der Längsseite wird demnächst ein Besprechungsbereich als Zwischendeck eingelassen. Später werden alle Bereiche barrierefrei zu erreichen sein. Auf dem Dach des dritten Baukörpers stehen derzeit einige Stahlträger, um die später weitere Bürotrakte entstehen werden. "Im November soll alles geschlossen sein", sagt der Bauorganisator, "wir nennen das Dichtschließung." An der Stelle zur Röntgenstraße, an der heute Baucontainer und Fahrzeuge stehen, wird später der Parkplatz sein - mit Abfahrt tagsüber über die Röntgenstraße - und aus Lärmschutzgründen durch den Schichtdienst ab 22 Uhr über die Hauptzufahrt Gewerbestraße.

Quelle: RP
 
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