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Radevormwald
Historische Schätzchen fahren durchs Bergische

Radevormwald. Das goldene Herbstwetter nutzten am Sonntag mehr als 40 begeisterte E-Bike Fahrer und Besitzer historischer Motorräder, um gemeinsam eine Tour durch das Bergische Land zu machen. Unter Leitung von Hartmut Behrensmeier von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) und der IG Bismarck versammelten sich die Teilnehmer zum Start auf dem Parkplatz an der Poststraße.

Helmut Kugel ging mit seinem knallroten Heinkel-Motorroller an den Start, den er selbst restauriert hat. "Der Roller ist von 1962 und schafft unter guten Bedingungen 90 Stundenkilometer. Die Strecke ist bestimmt machbar, aber liegenbleiben kann ich immer. Ich lasse mich von der Strecke überraschen", sagte er. Unter den historischen Motorrädern waren auch viele aus dem ehemaligen Bismarck-Werk, die Moderator Ulrich Lübke besonders lobte. "Die Qualität merkt man heute noch. Hierbei handelt es sich um richtige Schätze", sagte er.

Hingucker der Tour war außerdem die sogenannte "Horex". "Der wertvolle Klang dieser Maschine wird unter 1000 anderen Rädern erkannt. Hier sehen wir ein Modell mit Ochsenaugen, einem Viertaktmotor und der typischen roten Farbgebung in den Felgen", stellte Lübke das historische Motorrad vor. Besitzer Ernst Weiden ist stolz auf diese Maschine. "Ich fahre gerne mit der Horex und präsentiere sie auf der Straße. Die 33 Kilometer werden für sie kein Problem", sagte der Remscheider. Angeführt von Truppenleiter Michael Langenau brummten die historischen Hingucker Richtung Hahnenberg. Die E-Bike-Teilnehmer mit Jürgen Schreiber vorweg starteten kurze Zeit später. Über Schwenke, Hohenplanken, Egen, Großhöhfeld und Elberhausen gelangten die Fahrer zur ersten Verpflegungsstation in Wipperfürth. "Dort gibt es Getränke und erste Snacks", sagte Behrensmeier, der die Idee für die Tour hatte. An der Neye entlang führte die nächste Etappe nach Hückeswagen. Um den Berg nach Radevormwald mit viel Energie zu bewältigen, gab es dort eine Traubenzuckerversorgung und eine Aufladestation für die E-Bikes. "Da tanken wir die letzte Kraft für die Rückfahrt nach Radevormwald", sagte Behrensmeier.

Für die Sicherheit und die Versorgung auf der Strecke sowie im Ziel sorgten Mitglieder des DRK aus Dahlhausen. "Alle Teilnehmer bekommen nach der Fahrt eine Medaille, das ist Ehrensache", sagte Behrensmeier vor dem Start.

Für ihn war die Veranstaltung am vergangenen Sonntag die letzte für dieses Jahr in seiner Funktion als Ansprechpartner der Radevormwalder Wirtschaftsförderungsgesellschaft. "Ich genieße den heutigen Tag und bin froh, dass ich diese Idee umgesetzt habe. Ein schöner Abschied bei tollem Wetter. Ich bin zufrieden." Die Tour klang schließlich bei Würstchen und kalten Getränken in Radevormwald aus.

(trei)
 
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