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Radevormwald
Holzmann investiert bei Rädereichen

Radevormwald: Holzmann investiert bei Rädereichen
Dorothea Perkovic und Torsten Kleinschmidt präsentieren die Pläne für den Erweiterungsbau im Gewerbegebiet Ost unterhalb von Rädereichen. FOTO: Moll
Radevormwald. Die Elektro-Fachgroßhandlung Emil Holzmann GmbH (Ehra) hat im Gewerbegebiet Ost an der Käthe-Paulus-Straße ein Grundstück erworben, um dort ein Lager und eine Fahrzeughalle zu bauen. Im Sommer 2016 soll der Baubeginn sein. Von Wolfgang Scholl

Eine Investition im siebenstelligen Bereich tätigt das Rader Traditionsunternehmen Holzmann Ehra ab Sommer 2016. Ehra hat im zweiten Bauabschnitt des Gewerbegebietes Ost an der Käthe-Paulus-Straße unterhalb von Rädereichen ein Grundstück (gegenüber Jam-Automation) erworben. "Die Stadt muss jetzt noch eine Zufahrt errichten, damit die Baufahrzeuge, aber auch später unsere Lieferanten das Grundstück mit großen Lkw erreichen können", berichten Dorothea Perkovic und Geschäftsführer Torsten Kleinschmidt.

Nach Abschluss des Grundstücksgeschäfts hatten Bürgermeister Johannes Mans und der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG), Frank Nipken, das Unternehmen besucht. "Wir stellen bald den Bauantrag und hoffen, im Sommer mit den Arbeiten an der 1200 Quadratmeter großen Halle mit zwei brandschutztechnisch getrennten Bereichen beginnen zu können", sagt Kleinschmidt. Auf dem Grundstück hat Holzmann noch eine Reservefläche für eine spätere Erweiterung.

Frank Nipken ist zufrieden, dass die WFG Ehra zur Erweiterung am Ort eine passende Fläche anbieten konnte. "Die technische Abteilung Tiefbau um Ulrich Dippel soll mit dem Architekten den Bau der Zufahrt absprechen", sagt Nipken.

Ehra (160 Mitarbeiter) hat zwischen 2002 und 2004 seinen Sitz von der östlichen Kaiserstraße an die Dahlienstraße verlegt. "Wir sind hier an der Dahlienstraße an Grenzen gestoßen", sagt Dorothea Perkovic, die die vierte Generation in dem Familienunternehmen vertritt und auch im Arbeitskreis des Radevormwalder Unternehmernetzwerks (RUN) tätig ist. An der Käthe-Paulus-Straße sollen ein Logistikzentrum und die Fahrzeughalle für die Belieferung der sieben Filialen in Remscheid, Wuppertal, Bonn, Leverkusen, Euskirchen, Siegburg und Wiehl entstehen. Das Unternehmen garantiert die Belieferung der Filialen bis zum nächsten Tag. Um vier Uhr morgens startet deshalb bereits das erste Fahrzeug.

"Unsere Palette als Großhändler ist in der vergangenen Zeit von 30.000 auf 40.000 Produkte gewachsen", sagt Torsten Kleinschmidt. Besonders bei Photovoltaik oder LED-Systemen hat der Vollsortimenter sein Wissen durch permanente Schulungen der Mitarbeiter erweitert und zahlreiche neue Elektrotechnik-Produkte aufgenommen. Mit einem großen Team war das Unternehmen deshalb auch auf der Hauptmesse "Light & Building" im März in Frankfurt vertreten.

"Da wir in großen Stückzahlen zum Teil auch Großgeräte kaufen, bauen wir jetzt nach mehr als zehn Jahren erneut unser Lager aus", sagt Kleinschmidt. Den Weg von der Dahlienstraße ins Gewerbegebiet Ost nimmt man dafür in Kauf. Ziel ist es, durch die Verlagerung von Lagerwaren, die in großen Mengen gekauft und für die größere Flächen benutzt werden, am Stammsitz Dahlienstraße freie Flächen zu schaffen. "Das wird uns gelingen, so dass wir an der Dahlienstraße erst einmal nicht weiter umbauen müssen", sagt Dorothea Perkovic.

Quelle: RP
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