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Radevormwald
HSG-Vorsitzender Steinmüller hört 2018 auf

Radevormwald. Klaus Steinmüller ist seit elf Jahren Vorsitzender der HSG Radevormwald/Herbeck. 2018 stellt er sich jedoch nicht erneut zur Wiederwahl zur Verfügung. Das kündigte der 53-Jährige bei der Versammlung am Freitagabend an. "Ich habe diese Entscheidung in erster Linie aus gesundheitlichen Gründen getroffen", sagte er.

Während der Saison arbeitet er bis zu 15 Stunden als Vorsitzender der HSG. "Das sind nicht nur die vielen Stunden in der Halle. Man hat immer eine latente Bereitschaft, wird von Eltern angerufen und muss sich um viele administrative Aufgaben kümmern." Spaß gemacht habe es mir trotzdem immer. Besonders die Jugendarbeit liege mir am Herzen. Weil der Posten des Vereinsvorsitzenden viel Einsatz und Engagement erfordert, ist bis jetzt noch kein neuer Vorsitzender im Gespräch. "Um diesen Job reißt sich niemand", sagte Steinmüller.

Unterstützt wurde er während der Versammlung im Vereinsheim an der Jahnstraße von Schatzmeister Dirk Narrat; einen zweiten Vorsitzenden hat die HSG momentan nicht. Neuer Damenwart ist Ulrich Schmitz.

Die HSG hat eine erfolgreiche Handballsaison gespielt. Mit insgesamt 16 Mannschaften und 250 Spielern von der E-Jugend bis zur ersten Mannschaft ist der Handballverein breit aufgestellt. "Der Aufstieg der ersten Herrenmannschaft war ein riesiger Erfolg für uns. Die Landesliga-Präsenz ist unser Aushängeschild. Auch die Damen haben angezogen." Trainiert wurden die ersten Herren von Markus Eigenbrod und Sven Paas.

Besonders stolz ist Klaus Steinmüller auf die aktive Jugendabteilung, um die sich Inés Engstfeld federführend kümmert. In den vergangenen vier Jahren ist es der HSG durchgehend gelungen, alle Jugendmannschaften zu besetzen und neue Trainer zu finden. "Wir haben wirklich keine Nachwuchsprobleme. Das haben wir unseren Trainern, aber auch dem engen Kontakt mit den Rader Schulen zu verdanken", sagte Steinmüller.

Ziel für die nächsten Jahre ist es, wieder turnierstarke Spieler hervorzubringen, um die eigenen Seniorenmannschaften aufrechtzuerhalten. In der nächsten Saison wird die HSG keine eigene erste Damenmannschaft haben. "Das soll kein Dauerzustand werden", sagte Steinmüller. Momentan befindet sich die HSG in Gesprächen mit der Sekundarschule, die gerne eine Handball-AG im Nachmittagsbereich anbieten würde. Klaus Steinmüller will sich der Herausforderung, ehrenamtliche Trainer für die AG-Zeit ab 13.30 Uhr zu finden, stellen. "Die Sekundarschule braucht ehrenamtliches Engagement, um zu bestehen. Wir wollen versuchen die AG umzusetzen. Das würde unserer Jugendabteilung sicherlich auch weiterhelfen."

Trainer, die bereits im Ruhestand sind, sollen für die AG eingeplant werden. In die neue Saison, die am 22. September mit einem Spiel der ersten Herrenmannschaft eröffnet wird, wollen die Handballspieler aus Radevormwald mit neuem Elan starten. Das große Plus der Handballspielgemeinschaft, nämlich eine große Jugendabteilung, soll auch weiterhin ausgebaut werden. Am besten mit der Unterstützung vieler Eltern.

(trei)
 
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