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Radevormwald
Hundertwasser-Ausstellung bei Wülfing

Radevormwald: Hundertwasser-Ausstellung bei Wülfing
Kerstin Rupin-Friedrichs und Ausschussvorsitzender Dietmar Stark (2.v.r.) stellten mit Michael Langenau (l.) und Hartmut Behrensmeier von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft das Hundertwasser-Ausstellungsprojekt vor. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Im Bartels-Gewerbepark in der ehemaligen Tuchfabrik Wülfing organisieren Wirtschaftsförderung (WFG) und ExtraMax vom 22. August bis 30. November eine Ausstellung über das Lebenswerk von Friedensreich Hundertwasser. Von Wolfgang Scholl

Industriegeschichte und Kunst - diese Kombination wird vom 22. August an in den Wupperorten geboten. Auf etwa 400 Quadratmetern wird in einem Gebäude des Gewerbeparks Bartels (gegenüber des Wülfingmuseums) das grafische Werk von Friedensreich Hundertwasser in einer großen Ausstellung gewürdigt.

Vorne links ist das städtische Wülfing-Gebäude. Rechts ist der Eingang zum Bartels-Haus, in dem auch die Hundertwasser-Ausstellung ist. FOTO: hdö (Archiv)

"Zu sehen sein werden vor allem Grafiken aus seiner Schaffensperiode ab 1951. Gezeigt wird aber auch die künstlerische Gesamtentwicklung. Es wird dabei auch sehr vielfältige Informationen über das Lebenswerk geben", sagt Kerstin Rupin-Friedrichs von der Galerie Edition F, dem Partner der WFG. Friedensreich Hundertwasser, mit bürgerlichem Namen Friedrich Stowasser, war schon zu Lebzeiten eine weltweit bekannte Künstlerpersönlichkeit. Aufmerksamkeit erregte er international auch durch seine extravaganten Ideen für Neubauten oder die Reaktivierung alter Häuser und seinen Einsatz für den Umweltschutz. Plakate von Umweltschutzorganisationen gehören deshalb zum Ausstellungsprogramm.

Ergänzt werden die Grafiken durch zahlreiche Informationen mit Fotos und Berichten und zum Beispiel Briefmarken-Entwürfe, die auf verschiedenen Kontinenten gedruckt worden sind.

Das Gesamtwerk des im Jahr 2000 verstorbenen Künstlers ist von Österreich aus bis ans andere Ende der Welt in Neuseeland bekannt - dem Land, in dem er begraben ist. Wichtig: Die Veranstalter möchten mit der Ausstellung nicht dem großen musealen Anspruch für Kunsthistoriker erfüllen, sondern niederschwellig möglichst viele Kunstfreunde oder andere Neugierige ansprechen.

"Wir sind froh, die Räume mit unserem Partner Christian Bartels gefunden zu haben", sagte WFG-Mitarbeiter Michael Langenau bei der Vorstellung des Projekts. Dietmar Stark, Vorsitzender des Ausschusses für Kultur, Tourismus und Verkehr, sieht in der Ausstellung einen Schritt in Richtung des kulturpolitischen Ziels, die Kunst im öffentlichen Raum in Radevormwald zu profilieren. Wie es zum Beispiel Bernd Freudenberg mit der Fahnenausstellung oder anderen Installationen in der City begonnen hat. "Wichtig ist es, den Kulturstandort Wupper zu entwickeln und hervorzuheben", sagte Stark. Im Wülfingmuseum sei dies "aus unterschiedlichsten Gründen noch nicht gelungen", ergänzte er. Die Ausstellung sei ein weiterer Schritt nach der Entwicklung des Wülfingmuseums vor einigen Jahren. Bewährt sich das Projekt, könnte es 2016 eine weitere Ausstellung über die "Maschinen" von Leonardo da Vinci geben.

500 bis 1000 Besucher werden pro Woche erwartet. Für die Ausstellungspräsentation können sich Radevormwalder bei der WFG bewerben. "Es ist unser Prinzip, dass wir Bürger aus den Ausstellungsstädten einbinden", sagte Rupin-Friedrichs, die sich Kinderprojekte und andere Begleitaktionen vorstellen kann. Auch dafür werden Partner gesucht.

Parallel zu der Ausstellung, in der auch der bekannte Film von Peter Schamoni über Friedensreich Hundertwasser zu sehen sein soll, wird auf das Asiatische Museum und die Ausstellung der Bismarck-Räder im Schlossmacherzentrum hingewiesen. Mit dem neuen Vorstand des Wülfingmuseums soll es kurzfristig einen Termin geben, damit parallele Öffnungszeiten oder gemeinsame Aktionen für die Ausstellungszeit abgesprochen werden können.

Quelle: RP
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