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Radevormwald
HVV möchte den "Läufer" auf den Kreisel setzen

Radevormwald. Der Heimat- und Verkehrsverein (HVV) ist am vergangenen Wochenende mit zahlreichen Radevormwaldern ins Gespräch gekommen. Zwei Tage lang war der Verein mit einem Infostand auf dem Stadtfest an der westlichen Kaiserstraße im Engpass präsent, um sich vorzustellen und wichtige neue Themen aufzugreifen. Der Verein teilte sich einen Stand mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft und dem Radevormwalder Kulturkreis. Von Flora Treiber

Ursula Mahler, die Vorsitzende des HVV und auch stellvertretende Landrätin im Oberbergischen Kreis, nimmt die Anregungen der Rader ernst. Die Jahresversammlung am Donnerstag nutzte sie, um mit dem übrigen Vorstand über die brisantesten Themen zu sprechen. "Viele Bürger haben sich über den Eingang am Park zum Kollenberg an der Telegrafenstraße beschwert. Der sei zu dunkel und heruntergekommen", sagte sie. In den nächsten Wochen will der HVV die Situation rund um den Brunnen und den Eingangsbereich des beliebten Waldes prüfen.

"Wenn wir uns von dem Zustand ein eigenes Bild gemacht haben, können wir das weitere Vorgehen planen. Ich denke zum Beispiel an eine mögliche Spendenaktion", gab Mahler eine Idee vor. Ähnlich hatte der HVV vor Jahren bei der Brücke am Uelfebad agiert.

Die Gestaltung des neuen Kreisverkehres an der Hohenfuhrstraße, an dessen Organisation und Umsetzung der HVV beteiligt war, provoziert immer noch Diskussionen, hieß es in der Runde.. "Nicht nur bei uns ist das ein Thema, sondern auch bei den Bürgern."

Der HVV will Bürgermeister Johannes Mans eine Umsetzung von "Der Läufer", einer Skulptur von Frank Dornseif, vorschlagen. Die steht momentan auf dem Grünstreifen zwischen der Elberfelder Straße und der Bahntrasse. "An dieser Stelle geht die Skulptur unter. In der Mitte des Kreisverkehres könnte der Läufer in die Stadt laufen und diesem Stadteingang Identität geben. Außerdem würde uns diese Gestaltung nichts kosten", sagt Mahler.

Wichtiges Thema der Versammlung war außerdem der Zuwachs für das Heimatmuseum. Nach der Foto-Ausstellung von Holger Klaes, die bis Ende des Sommers läuft, werden Barock-Möbel des katholischen Pastors Georg Wemmer, der 1937 in Vogelsmühle ins Amt eingeführt wurde, in das Heimatmuseum gebracht. Die mehr als 100 Jahre alten Möbelstücke wurden dem Heimatmuseum angeboten und sollen in dem vorderen Zimmer des Museums ihren Platz finden. "Wir freuen uns sehr über diese Möbel und darüber, dass wir sie in unsere Dauerausstellung integrieren können." Wichtig für das Heimatmuseum sind seit 2016 zwei Filme über die Mundart und die Bergische Kaffeetafel. Die kleine Mediathek wird sehr gut angenommen und bereichert die Ausstellung. Obwohl der kleine Arbeitskreis des Heimatmuseums dringend Nachwuchs braucht, sind bereits nächste Ausstellungen in Planung. "Für die neue Ausstellung werden verschiedene Themen diskutiert. Unter anderem wird Material über einen prominenten Sportler gesichtet", verrät Mahler. Die Vorsitzende des HVV wird weiterhin durch den zweiten Vorsitzenden Michael Scholz unterstützt.

Quelle: RP
 
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