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Radevormwald
IG Bismarck eröffnet Sonderausstellung

Radevormwald: IG Bismarck eröffnet Sonderausstellung
In ganz Deutschland hat die IG Bismarck die Mopeds und Räder für die neue Schau gesammelt: Hartmut Behrensmeier, Dieter Kasper und Gerhard Schlüter stellten sie gestern vor. FOTO: schütz
Radevormwald. Die Interessengemeinschaft präsentiert ab sofort weitere Räder und Mopeds. Mehr als neue 20 Exponate aus den 1950er Jahren sind im Ausstellungsraum in der Schlossmacher Galerie zu sehen. 2016 ist die Besucherzahl weiter angestiegen. Von Flora Treiber

Leuchtendes Orange, strahlendes Blau oder schon längst verrostet - die Sonderausstellung der Interessengemeinschaft (IG) Bismarck präsentiert mehr als 20 Mopeds aus den 1950er Jahren, die aus ganz Deutschland ihren Weg nach Radevormwald gefunden haben. Der Verein kümmert sich aber längst nicht mehr nur um die Geschichte historischer Fahrräder, sondern zeigt immer wieder auch motorisierte Gefährte. Nach der Rundfahrt durchs Bergische Land im Sommer, bei dem unzählige historische Mopeds mitfuhren, kam Hartmut Behrensmeier, Manager des Vereins, auf die Idee für die neue Sonderausstellung.

"Die alten Mopeds begeistern unser Publikum genauso wie historische Fahrräder. Wir sind gut vernetzt und haben deswegen schnell alle Exponate organisiert", sagte er gestern bei der Vorstellung der neuen Sonderausstellung. Private Moped-Liebhaber haben ihre Zweiräder bis März für die Sonderausstellung zur Verfügung gestellt, die ab 27. November an allen vier Adventssonntagen in der Schlossmacher Galerie bewundert werden kann.

Dieter Kasper und Gerd Schlüter sind die "Schrauber" der IG Bismarck - und beide sind sehr angetan von den neuen Exponaten der Sonderausstellung. Zu sehen sind seltene Mopeds von Herstellern, wie Radexi, Zündapp oder Miele. "Miele kennen wir heute nur noch von Waschmaschinen. Wir zeigen unseren Besuchern aber ein Moped, das 1959 knapp 900 Mark gekostet hat", sagt Dieter Kasper.

Besonders begeistert sind die beiden Kfz-Profis von der alten REX, die in München hergestellt wurde. Sie hat dank der hohen Verkaufszahlen den Riemenantrieb direkt auf das Vorderrad markttauglich gemacht. "Dieser Technik von Rex sind viele Hersteller gefolgt. Bismarck hat in Radevormwald ein nahezu identisches Modell produziert", sagt Gerd Schlüter.

Besondere Schmuckstücke der Ausstellung kommen aus Köln: Cito, in den 1950er Jahren führender Hersteller von Mopeds in Deutschland, ist vertreten. Herausragende Federungssysteme können die Besucher bei Express entdecken. Die in der Oberpfalz hergestellten Zweiräder verfügen über qualitativ herausragende Jurisch-Schwinggabeln und Federungen. "Das sind technische Details, die Historiker wie uns interessieren und uns einiges über die Geschichte der Motorisierung verraten", sagt Dieter Kasper.

Während er sich um die technische Instandhaltung und Restaurierung der Mopeds kümmert, behält Lothar Kasper als Vorsitzender der IG Bismarck die Besucherzahlen im Blick. Die haben sich im zweiten Halbjahr mehr als positiv entwickelt. An zehn Öffnungstagen waren knapp 700 Besucher in dem Museum des Vereins. "Damit sind wir mehr als zufrieden. Toll ist, dass die Besucher jung und alt sind und nicht nur aus Radevormwald kommen", sagt Lothar Kasper. Die neue Sonderausstellung soll jetzt für noch bessere Besucherzahlen sorgen und das Interesse an der Arbeit des Vereins aufrechterhalten. "Wechselnde Exponate sind die Zukunft des Vereins", sagt Behrensmeier, der die IG Bismarck als jüngsten Verein mit den ältesten Exponaten beschreibt.

Neben den Mopeds sind auch einige Fahrräder neu zu sehen. Ein Bismarck-Rad, das 40 Jahre im Keller stand, ist ans Tageslicht gekommen, ein Bäckerrad aus Wuppertal steht neu in Radevormwald - und aus alten Rahmen wollen Dieter Kasper und Gerd Schlüter auch noch ein Polizeifahrrad nachbauen.

Quelle: RP
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